Der neu gegrndete Branchenverband e-Mobility Deutschland e.V. ist nach seiner Entstehung im Dezember 2025 nun offiziell an die ffentlichkeit getreten. Als Zusammenschluss fhrender Ladesulenbetreiber und Hardware-Hersteller verfolgt der Verband das Ziel, die Interessen der Elektromobilittsbranche gegenber Politik, Verwaltung und ffentlichkeit gebndelt zu vertreten. Im Mittelpunkt steht dabei der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland.
Zu den Grndungsmitgliedern zhlen Unternehmen wie ABB E-mobility, Alpitronic, Aral Pulse (BP Europa), Electra, Engie Vianeo, Fastned, Ionity und Shell. Whrend Engie Vianeo bei der Grndung beteiligt war, wird das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung nicht mehr aufgefhrt. Der Verband operiert von einer Geschftsstelle in Berlin aus.
Drei Monate nach der Grndung positioniert sich der Verband als neue Stimme der Ladeinfrastruktur und beschreibt sich als schlagkrftige Allianz fhrender Ladesulenbetreiber und Hardware-Hersteller. Ziel sei es, die Krfte der Branche zu bndeln, um den Ausbau des Ladenetzes als Rckgrat der deutschen Mobilittswende entschlossen voranzutreiben.
In seiner politischen Agenda formuliert der Verband laut dem Portal Electrive vier zentrale Forderungen. Dazu zhlen die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, ein konsequenter Brokratieabbau beim Netzanschluss sowie eine faire und transparente Vergabepraxis fr ffentliche Flchen. Diese Aspekte gelten als zentrale Hemmnisse beim Ausbau der Ladeinfrastruktur, insbesondere im Schnellladebereich, in dem viele Mitgliedsunternehmen ttig sind.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Strkung einer marktorientierten Preistransparenz. Hintergrund sind unter anderem europische Vorgaben durch die AFIR (Alternative Fuels Infrastructure Regulation) sowie laufende juristische Auseinandersetzungen in Deutschland. Vor dem Landgericht Mnchen wird etwa im Verfahren DCS gegen EWE Go verhandelt, welche Kriterien fr diskriminierende Ladepreise gelten und was als marktblich anzusehen ist. Der Ausgang knnte weitreichende Folgen fr die Branche haben. Parallel dazu mehren sich Forderungen nach transparenteren und niedrigeren Ladepreisen auch vor dem Hintergrund gestiegener Spritpreise infolge des Iran-Kriegs.
Linda Boll, Vorstandsvorsitzende des Verbands, betont die Bereitschaft der Branche, Verantwortung zu bernehmen: Die Branche ist bereit, Verantwortung fr den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu bernehmen. Gleichzeitig fordert sie bessere politische Rahmenbedingungen, die Investitionen absichern und Innovationen frdern, statt sie durch Brokratie zu behindern. Der Verband verstehe sich als Partner fr einen konstruktiven Dialog mit Politik und Wirtschaft, um die Transformation des Verkehrsstandorts Deutschland voranzubringen.
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