Milence, das Joint Venture von Daimler Truck, der zu Volkswagen gehrenden Traton Group (u. a. Scania, MAN) und Volvo Group hat gemeinsam mit zentralen Branchenakteuren eine grenzberschreitende Initiative ins Leben gerufen. Ziel ist es zu zeigen, dass elektrischer Straengterverkehr in Europa bereits betrieblich umsetzbar und wirtschaftlich tragfhig ist.
Die Power to Go Further Tour fhrt ber 1000 Kilometer von Paris nach Berlin ausschlielich mit batterieelektrischen Schwerlast-Lkw, die unterwegs an Milence-Ladehubs in Saint-Witz (FR), Gent (BE), Maasmechelen (BE), Zwolle (NL), Mogendorf (DE), Kassel-Lohfelden (DE) und Vockerode (DE) laden. Damit wird laut den Unternehmen einer der ersten voll betriebsfhigen sauberen Transportkorridore Europas in der Praxis vorgestellt. Sechs dieser Ladeparks werden im Rahmen der AFIF-Ausschreibung (Alternative Fuels Infrastructure Facility) von der Europischen Union kofinanziert.
Vom 15. bis 23. April schlieen sich dem Konvoi weitere Lkw fhrender Transportunternehmen an, die unter realen Bedingungen auf der Strecke unterwegs sind. Das sei ein weiterer Beleg fr die wachsende Marktdurchdringung und den Schwung hin zu emissionsfreiem Gterverkehr, heit es.
Die Power to Go Further Tour ist ein Meilenstein fr Milence und fr die Energiewende in Europa. Sie zeigt eindrucksvoll, wie weit der elektrische Straengterverkehr auf dem Weg zu nachhaltigem Betrieb bereits gekommen ist. ParisBerlin ist nur einer von vielen sauberen Transportkorridoren, die in Europa schon heute vollelektrisch und wirtschaftlich betrieben werden knnen, so Anja van Niersen, CEO von Milence, zum Auftakt der Fahrt in Paris.
Elektrifizierung als Antwort auf Europas Energieherausforderung
Die jngsten Energiepreisschwankungen htten Europas Abhngigkeit von importierten fossilen Brennstoffen erneut deutlich gemacht mit steigenden Kosten und wachsender Unsicherheit fr Transportunternehmen, unterstreicht Milence. Die Elektrifizierung des schweren Straengterverkehrs biete eine direkte Antwort auf beide Herausforderungen: Sie senkt die CO-Emissionen und ermglicht gleichzeitig Einsparungen sowie stabilere und besser planbare Betriebskosten. Damit wird sie zu einem zentralen Faktor fr Europas Wettbewerbsfhigkeit, Widerstandsfhigkeit und Energiesicherheit.
Die Power to Go Further Tour zeige auf der gesamten Strecke, dass elektrischer Gterverkehr bereits eine nachhaltige und wettbewerbsfhige Alternative zum Diesel ist. So lgen die errechneten Betriebskosten pro Lkw bei 0,995 Euro pro Kilometer fr Elektro gegenber rund 1,003 Euro pro Kilometer fr Diesel. Bei Nutzung erneuerbarer Energien ergebe sich eine CO-Einsparung von bis zu 1470 Kilogramm (bei 0,9 kg CO/km Dieselemissionen pro Lkw). Die belege, dass elektrischer Gterverkehr auf zentralen europischen Korridoren sowohl kosteneffizient als auch emissionsarm sein kann.
Passend zur betrieblichen Realitt dieser Route besttige die aktuelle Gesamtbetriebskostenanalyse (TCO) von Milence: In fhrenden Mrkten knnen Elektro-Lkw demzufolge unter gnstigen Rahmenbedingungen bereits mit dem Diesel mithalten. Politische Manahmen wie Mautanreize und CO-Bepreisung strken den Business Case zustzlich, so Milence.
Milence baut das eigenen Angaben nach Europas grte ffentliches Ladenetzwerk speziell fr den Schwerlastverkehr auf. Damit ermgliche man die Entwicklung der ersten sauberen Transportkorridore auf dem Kontinent. Mit 33 betriebsbereiten Ladehubs in acht Lndern entstnden bereits zentrale Elektro-Routen zwischen groen Logistikstandorten darunter Paris-Amsterdam, Barcelona-Lyon-Paris, Antwerpen-Stockholm und Berlin-Stuttgart. Nachhaltiger Straenfernverkehr werde damit Realitt.
Diese Korridore ermglichten zuverlssige Fernverkehrsoperationen durch leistungsstarke Ladeinfrastruktur, wirbt Milence. Der Rollout der Megawatt-Ladetechnologie (MCS), die bereits an den Standorten Antwerpen (BE), Zwolle (NL) und Landvetter (SE) verfgbar sei, werde die Ladezeiten weiter verkrzen und die betriebliche Zuverlssigkeit erhhen.
Jetzt ist der Moment zum Skalieren
Trotz dieser starken Dynamik bremsen laut Milence fragmentierte politische Rahmenbedingungen und ungleichmige Fortschritte in den einzelnen Lndern die groflchige Einfhrung weiterhin aus. Der wirtschaftliche Nutzen werde immer deutlicher, die Herausforderung liege jetzt in der Skalierung. Um den grenzberschreitenden Ausbau zu beschleunigen, brauche es koordiniertes Handeln aller Mitgliedstaaten: frdernde Mautregelungen, stabile Anreize, schnellere Genehmigungsverfahren und Reformen beim Netzanschluss. Der Schlssel liege darin, die Erfolgsmodelle der Vorreitermrkte europaweit zu bertragen.
Elektrischer Straengterverkehr wird eindeutig Realitt. Die Ladeinfrastruktur entwickelt sich im Einklang mit der Marktnachfrage, und die Elektrifizierung wird zunehmend von berzeugenden wirtschaftlichen Argumenten getragen und strkt gleichzeitig Europas Energieresilienz und strategische Autonomie. Der Schulterschluss von Industrie und Politik ist entscheidend, um den Fortschritt zu beschleunigen und die heutigen Herausforderungen in eine strategische wirtschaftliche Chance zu verwandeln, sagt Milence-CEO Anja van Niersen abschlieend.
Herstellerbergreifend zeigen wir: Elektrischer Fernverkehr funktioniert. Jetzt steht im Fokus, das Ladenetz grenzberschreitend auszubauen und Transportkorridore schnell zu skalieren, ergnzt Achim Puchert, CEO Mercedes-Benz Trucks. Friedrich Baumann, Vorstand Sales & Customer Solutions bei MAN Truck & Bus: Die Fahrzeuge und die Services sind bereit, nun bedarf es eines verstrkten Ausbaus der ffentlichen Ladeinfrastruktur in ganz Europa. Milence leistet hierzu bereits einen wichtigen Beitrag, aber auch weitere Infrastrukturanbieter und entsprechende Rahmensetzungen seitens der Politik sind fr einen schnellen Ausbau des Ladenetzes essentiell. Die Antriebswende im Straengterverkehr kann nur gemeinsam gelingen!
Automobile Magazine-Germany




















