Der Volkswagen-Konzern hat 2025 einen starken Gewinneinbruch verzeichnet, das Ergebnis ist das niedrigste seit der Dieselskandal-Krise. Im Vergleich zu 2024 sei das Konzernergebnis nach Steuern um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken, teilte Europas größter Autohersteller mit. Der Betriebsgewinn halbierte sich in etwa auf 8,9 Milliarden Euro. Der Umsatz stagnierte bei 322 Milliarden Euro. Die Wolfsburger wollen nun weiter sparen, bis 2030 sollen rund 50.000 Jobs in Deutschland wegfallen.
Finanzchef Arno Antlitz sagte, das Jahr sei von geopolitischen Spannungen, Zöllen und hoher Wettbewerbsintensität geprägt gewesen. Die Restrukturierung bei dem Unternehmen zeige zwar Fortschritte und der Netto-Cashflow sei besser ausgefallen als erwartet. „Das aktuelle Ergebnisniveau von bereinigt 4,6 Prozent vor Restrukturierung reicht aber langfristig nicht aus.“
Volkswagen werde nun „weiter konsequent Kosten senken“, so Antlitz. Hierzulande werden deshalb weitere Stellen gestrichen: „Insgesamt sollen bis 2030 rund 50.000 Stellen im gesamten Volkswagen-Konzern in Deutschland abgebaut werden“, erklärte Konzernvorstand Oliver Blume in einem Brief an die Aktionäre. Ende 2024 hatte VW mit den Gewerkschaften bereits einen Stellenabbau um 35.000 bis 2030 vereinbart, vor allem bei der Kernmarke VW.
Weltweit lieferte der Konzern im letzten Jahr 8,98 Millionen Fahrzeuge seiner Marken aus, 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In Europa legte man zwar zu, das konnte Rückgänge in China und Nordamerika aber nicht ausgleichen. Für den wichtigen US-Markt ist vor allem die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump eine Belastung. Hinzu kommen schwierigere Bedingungen für Elektroautos: Trump hat unter anderem Abgasregeln geändert und Subventionen für Elektroautos gestrichen.
Besonders belastet wird der Konzern auch von den Entwicklungen bei Porsche: Das nachlassende schlechte China-Geschäft und milliardenschwere Belastungen durch den Strategieschwenk weg vom zeitnahen Umstieg auf E-Autos haben bei dem Sportwagenhersteller für einen Gewinneinbruch im vergangenen Jahr gesorgt. Wie der Mutterkonzern Volkswagen nun mitteilte, belief sich das operative Ergebnis der Tochter 2025 auf 90 Millionen Euro, nach knapp 5,3 Milliarden Euro im Jahr davor. Inklusive Finanzdienstleistungen erzielte Porsche 413 Millionen Euro, 2024 hatte der Gewinn noch bei 5,6 Milliarden Euro gelegen.
Nach dem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr strebt der Konzern für 2026 wieder mehr Profitabilität an. Die operative Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern dürfte sich in diesem Jahr auf 4,0 bis 5,5 Prozent erholen, hieß es. Vergangenes Jahr war sie deutlicher als gedacht um 3,1 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent abgerutscht, weil die Geschäfte in China weiter schwach blieben und die US-Zölle das Geschäft verschlechterten.
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