Stärkung der europäischen Marktposition, Elektrifizierung und internationale Offensive: Anlässlich der Vorstellung des Strategieplans „futuREady“ der Renault Group hat die Marke Renault die drei wichtigsten Hebel für ihr künftiges Wachstum bis 2030 vorgestellt.
In Europa will man bis 2030 mit zwölf neuen Produkten seine Marktposition stärken und dabei die gesamte Modellpalette elektrifizieren. Eine wichtige Rolle spielt dabei laut einer Mitteilung die Entwicklung einer neuen Generation von Elektrofahrzeugen auf Basis der neuen Plattform RGEV medium 2.0, die auf Reichweite, Effizienz und „ultraschnelles Laden“ ausgelegt ist. Darüber hinaus soll das Angebot an E-Tech-Full-Hybrid-Modellen in Europa und auf den internationalen Märken über das Jahr 2030 hinaus ausgeweitet werden. International will Renault seine Markenpräsenz mit der Einführung von 14 neuen Modellen bis 2030 ausbauen.
Im Jahr 2030 soll die Marke Renault mehr als zwei Millionen Fahrzeuge weltweit verkaufen, davon die Hälfte außerhalb Europas. Der Anteil der Verkäufe von elektrifizierten Fahrzeugen am Gesamtabsatz soll in Europa auf 100 Prozent und außerhalb Europas auf 50 Prozent steigen.
„Dank drei starker Triebkräfte beschleunigen wir den nächsten Wachstumszyklus für die Marke Renault. Unser Ziel ist klar: Wir wollen unsere Führungsposition in Europa stärken, die Elektrifizierung vorantreiben und international schneller vorankommen, um Renault weltweit als französische Automobilmarke Nummer eins zu etablieren“, sagt Markenchef Fabrice Cambolive. „Bis 2030 wollen wir weltweit zwei Millionen Fahrzeuge verkaufen, wobei die Hälfte des Absatzes außerhalb Europas erzielt werden soll. Dabei streben wir einen Anteil elektrifizierter Fahrzeuge von 100 Prozent in Europa und 50 Prozent außerhalb Europas an, bei gleichzeitig starker und nachhaltiger Profitabilität.“
„Stärkung der Position der Marke Renault in Europa“
In den Segmenten C und D (Kompakt/Mittelklasse), die derzeit 30 Prozent des Absatzes ausmachen, bereitet Renault „eine zweite Welle“ von Fahrzeugen vor, mit einer neuen Generation von Elektro- und Hybridmodellen. Das Ziel besteht laut den Franzosen darin, „kontinuierlich wertschöpfende Innovationen auf den Markt zu bringen und gleichzeitig die Erschwinglichkeit zu verbessern“.
Der Hybridantrieb soll ein Eckpfeiler der europäischen Modellpalette bleiben. Renault hat seine Pläne bestätigt, sein Angebot an Full-Hybrid-E-Tech-Modellen in Europa auch nach 2030 beizubehalten. Die Marke will zudem ihren Einsatz außerhalb Europas verstärken, um in einer Reihe von Regionen weltweit eine Alternative zu Dieselmotoren zu entwickeln. Einige Modelle sollen neben Hybrid- und Verbrennungsmotoren auch mit einem Elektroantrieb angeboten.
„Auch vollelektrische Fahrzeuge bleiben weiterhin ein zentraler Bestandteil der Strategie von Renault“, betont die Marke. Die nächste Generation der Fahrzeuge für das C- und D-Segment werde auf der neuen mittelgroßen Elektroplattform RGEV medium 2.0 basieren. Diese sei für den europäischen Markt entwickelt worden und biete eine größere Reichweite, eine 800-Volt-Architektur für besonders schnelles Laden, „modernste Technologien“ und optimierte Effizienz.
Die modulare Architektur wurde für die Segmente B+ bis D entwickelt und eignet sich den Angaben zufolge für alle Karosserieformen. Drei Konfigurationen werden umgesetzt: 100 Prozent elektrisch mit einer Reichweite von bis zu 750 Kilometern nach WLTP-Norm, 4×4 elektrisch mit einer Anhängelast von bis zu zwei Tonnen oder elektrisch mit einem kompakten Verbrenner als „Range Extender“, der die Gesamtreichweite auf 1400 Kilometer erhöht.
Im Bereich der Nutzfahrzeuge treibt Renault die Elektrifizierung mit dem Trafic E-Tech Elektrisch voran. Das erste Software-definierte Fahrzeug (SDV) der Marke soll auch das erste mit 800-Volt-Technologie sein, für schnelles Laden und eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern.
Ausweitung der internationalen Offensive
Renault hat 2025 außerhalb Europas 620.000 Fahrzeuge verkauft, was einem Anstieg von elf Prozent gegenüber 2024 entspricht. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse bereitet die Marke eine Ausweitung ihrer Offensive vor, um das Potenzial ihrer fünf internationalen Standorte in Marokko, der Türkei, Lateinamerika, Südkorea und Indien auszuschöpfen. Ziel sei es, das Wachstum auf den internationalen Märkten zu nutzen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit von Renault in Europa zu stärken.
Zusätzlich zu den acht neuen Produkten, die außerhalb Europas geplant sind und von denen fünf bereits bekannt sind (Kardian, Duster, Grand Koleos, Boreal und Filante), will die Marke ihr internationales Wachstum mit der Einführung von 14 neuen Modellen bis 2030 beschleunigen. Renault wird sich dabei vor allem auf seine Standorte in Lateinamerika, Südkorea und Indien stützen, wo die Marke bereits über eine starke industrielle und kommerzielle Präsenz verfügt. „Zusammen repräsentieren diese Märkte ein Potenzial, das dem in Europa entspricht“, so die Franzosen.
„Durch gemeinsame Plattformen, auf jeden Markt zugeschnittene strategische Partnerschaften und agile lokale Organisationen wird Renault weiterhin globale Fahrzeuge entwickeln und diese an die spezifischen Bedürfnisse der einzelnen Märkte anpassen“, erklärt die Marke. So will man über seine Werke in Brasilien und Südkorea die Multi-Energie-Plattform GEA (Geely Electric Architecture) nutzen, um die Palette um emissionsfreie und emissionsarme Fahrzeuge zu erweitern.
Mit 26 neuen Produkten, die in den nächsten vier Jahren eingeführt werden sollen, strebt die Marke Renault ein deutliches Wachstum an. Im Jahr 2030 will man über zwei Millionen Fahrzeuge (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) verkaufen. In Europa möchte Renault seine Position „als führender Vollsortimenter in der Energiewende“ behaupten, unterstützt durch seine E-Tech-Technologien für Elektro- und Vollhybridantriebe. Bis 2030 sollen 100 Prozent der Verkäufe elektrifiziert sein.
„Gleichzeitig bietet die internationale Präsenz der Marke ein erhebliches Potenzial für Wachstum und Elektrifizierung“, so die Marke. „Renault hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die Hälfte seines Fahrzeugabsatzes außerhalb Europas zu erzielen. Bis zum gleichen Zeitpunkt will die Marke den Anteil von Elektro- und Hybridantrieben auf 50 Prozent des internationalen Absatzvolumens steigern.“
Automobile Magazine-Germany

























