Der noch defizitäre US-Elektroautobauer Lucid entlässt 12 Prozent der Belegschaft. Damit will das auch hierzulande aktive Unternehmen „die operative Effizienz verbessern und unsere Ressourcen optimieren, während wir unseren Weg zur Rentabilität fortsetzen“. Das berichtet TechCrunch unter Berufung auf ein dem Portal vorliegendes internes Memo, das an von den Entlassungen verschonte Mitarbeiter verschickt wurde.
Laut der Mitteilung sind Stundenarbeiter in den Bereichen Fertigung, Logistik und Qualität nicht von den Kürzungen betroffen. Es ist unklar, wie viele Mitarbeiter genau entlassen werden, aber es dürften laut TechCrunch „mehrere Hundert“ sein. Lucid gab an, Ende 2024 weltweit 6800 Vollzeitmitarbeiter zu beschäftigen.
„Es ist nie leicht, sich von Kollegen zu verabschieden“, schrieb der Interims-CEO Marc Winterhoff in dem Memo. „Wir sind dankbar für die Beiträge derjenigen, die von den heutigen Maßnahmen betroffen sind, und bieten ihnen Abfindungen, Boni, fortgesetzte Gesundheitsleistungen und Unterstützung beim Übergang, um ihnen in dieser Zeit zu helfen.“
Lucid fährt derzeit die Produktion seines neuen Luxus-SUV hoch. Der Gravity ist die zweite Baureihe der Marke neben der Oberklasselimousine Air. Die Marke treibt zudem die internationale Expansion sowie den für Ende des Jahres erwarteten Marktstart von erschwinglicheren Elektroautos im Mittelklassesegment voran. Lucid arbeitet außerdem mit dem Fahrdienstvermittler Uber und dem Technologieunternehmen für autonomes Fahren Nuro zusammen, um einen Robotaxi-Dienst einzuführen.
„Wichtig ist, dass die heutigen Maßnahmen keinen Einfluss auf unsere Strategie haben“, schrieb Winterhoff in der Mitteilung. „Unsere Kernprioritäten bleiben unverändert, und wir konzentrieren uns weiterhin auf den Produktionsstart unserer mittelgroßen Plattform. Mit disziplinierter Umsetzung konzentrieren wir uns auch auf die weitere Expansion in den Robotaxi-Markt, die fortgesetzte ADAS- und Softwareentwicklung sowie das Umsatzwachstum von Lucid Gravity und Air in bestehenden und neuen Regionen.“
Lucid hat seit fast einem Jahr keinen festen CEO mehr. Peter Rawlinson, der Geschäftsführer und technische Leiter des Unternehmens war, trat im Februar 2025 zurück. Seitdem gab es nach Informationen von TechCrunch „erhebliche Fluktuationen“ in der Führungsetage, darunter auch der Verlust des Chefingenieurs.
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