Der weltweite Markt für mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge (Fuel Cell Electric Vehicles/FCEV) ist 2025 um 24,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Von Januar bis Dezember wurden 16.011 Fahrzeuge verkauft, berichten die Analysen von SNE Research.
Nach einer schwachen ersten Jahreshälfte zog demnach die Nachfrage im zweiten Halbjahr wieder an. Im Dezember kam es in China zu einem vorübergehenden Absatzschub. Viele Käufer wollten wohl noch von der vollständigen Befreiung von der NEV-Kaufsteuer (New Energy Vehicle) profitieren, bevor diese in diesem Jahr auf eine 50-prozentige Reduktion sinkt. Verstärkt wurde der Effekt durch das Erreichen von Leistungszielen in Wasserstoff-Pilotstädten vor Jahresende.
Unter den Herstellern verteidigte Hyundai Motor aus Südkorea seine Spitzenposition mit 6861 verkauften Einheiten, maßgeblich getragen vom SUV-Modell Nexo. Die Einführung der zweiten Nexo-Generation im April 2025 führte zu einem Wachstum von 78,9 Prozent. Der japanische Autoriese Toyota setzte 1168 Fahrzeuge der Modelle Mirai und Crown ab und verzeichnete damit einen Rückgang von 39,1 Prozent, wobei auch die Inlandsverkäufe im Heimatland um 37,3 Prozent sanken.
Chinesische Hersteller hielten ihre Verkäufe relativ stabil, indem sie sich stärker auf Nutzfahrzeuge als auf Pkw konzentrierten. Honda brachte den 2025 Honda CR-V e:FCEV in den USA und Japan auf den Markt, blieb mit 185 verkauften Einheiten jedoch auf niedrigem Niveau. Das SUV kombiniert erstmals eine Wasserstoff-Brennstoffzelle mit Plug-in-Hybrid-Technologie, verfügt über einen 4,3-Kilogramm-Wasserstofftank und eine 17,7-kWh-Batterie und erreicht eine von der US-Behörde EPA geschätzte Reichweite von 435 Kilometern (270 Meilen).
Am meisten FCEV in China verkauft
Regional lag China trotz eines temporären Nachfrageanstiegs vorn. Südkorea erreichte einen Marktanteil von 42,5 Prozent, unterstützt durch starke Nexo-Verkäufe, belegte aber hinter der Volksrepublik Rang zwei. Dagegen verzeichneten etablierte Märkte wie Europa, die USA und Japan deutliche Rückgänge. In Europa summierten sich die Verkäufe von Mirai und Nexo auf 566 Einheiten, was einem Minus von 23,1 Prozent entspricht. In den USA sanken die Gesamtverkäufe trotz der Einführung des neuen Honda-Modells um 37,7 Prozent, vor allem wegen eines starken Rückgangs beim Mirai. Auch der japanische Markt schrumpfte um 37,3 Prozent.
Das Wachstum des globalen FCEV-Marktes 2025 lässt sich den Analysten zufolge als Kombination aus der Erholung von Hyundais Angebot im zweiten Halbjahr und den steuer- sowie fristbedingten Vorzieheffekten in China beschreiben. Da der Absatzanstieg im Dezember in China vor allem auf vorgezogene Käufe zurückzuführen war, besteht die Möglichkeit einer kurzfristigen Korrektur Anfang 2026. Zudem deutet die nur geringfügige Modellpflege des 2026er-Toyota-Mirai darauf hin, dass die Nachfrage nach Pkw-FCEV vorerst begrenzt bleibt.
Für dieses Jahr hängt die weitere Entwicklung laut den Experten von mehreren Faktoren ab: ob kommerziell ausgerichtete Pilotprojekte in einen nachhaltigen Betrieb übergehen, ob der Ausbau der Lade- beziehungsweise Wasserstoffinfrastruktur mit der realen Nachfrage Schritt hält und ob Subventionsprogramme stabil genug bleiben, um planbare Fahrzeugpreise und Gesamtkosten zu gewährleisten.
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