Tesla hat bekannt gegeben, dass die regulatorische Zulassung fr die Funktion Full Self-Driving (berwacht) in den Niederlanden erteilt wurde. Die Installation in berechtigte Fahrzeuge soll in den kommenden Tagen erfolgen. Damit wird die Funktion erstmals fr Kundenfahrzeuge in Europa verfgbar gemacht.
Full Self-Driving (berwacht) – auf Deutsch „Vollstndig autonomes Fahren (berwacht)“, von Tesla auch kurz „FSD (berwacht)“ genannt – umfasst weiterentwickelte Fahrerassistenzfunktionen, die es den E-Autos von Tesla ermglichen sollen, unter aktiver Aufsicht des Fahrers fast berall hinzufahren. Das System kann laut dem Unternehmen unter anderem durch Stadtverkehr navigieren, Kreuzungen bewltigen und Spurwechsel durchfhren.
Die Funktionsweise basiert auf einem lernenden System, das den Entwicklern zufolge auf gleiche Weise wie der Mensch arbeitet – durch Erfahrung. Die globale Tesla-Flotte sammele tglich Fahrdaten im Umfang von ber 500 Jahren Fahrzeit, die zur Weiterentwicklung des Systems genutzt wrden. Ziel sei es, auch seltene Fahrsituationen angemessen zu bewltigen.
Kameras und Knstliche Intelligenz
Technisch nutzt FSD (berwacht) hauptschlich externe Kameras und knstliche Intelligenz (KI) zur Navigation. Die Verarbeitung der Daten erfolgt direkt im Elektroauto auf einem integrierten KI-Computer. Zustzlich setzt Tesla auf sogenanntes Flottenlernen, bei dem anonymisierte Daten mit Zustimmung der Nutzer zur Verbesserung des Systems beitragen. FSD (berwacht) sei von Grund auf so konzipiert, dass die Privatsphre geschtzt bleibt, versichert der US-Konzern.
Im Zentrum steht ein End-to-End-neuronales Netzwerk, das mit realen Fahrdaten trainiert wurde. Es interpretiert die Umgebung und trifft Fahrentscheidungen in Echtzeit, ohne auf einzelne, fest programmierte Regeln angewiesen zu sein. Dabei werden Elemente wie Fahrbahnmarkierungen, Verkehrsschilder und andere Verkehrsteilnehmer bercksichtigt. Durch diesen Ansatz kann sich das System mit zunehmendem Datenvolumen kontinuierlich verbessern, sich an komplexe, reale Fahrumgebungen anpassen und ein reibungsloses, natrliches Fahrerlebnis bieten, heit es.
Autonomer Betrieb noch nicht mglich
Trotz der fortgeschrittenen Funktionen ist ein autonomer Betrieb derzeit nicht mglich. FSD (berwacht) erfordert jederzeit die aktive berwachung durch den Fahrer, der auch rechtlich verantwortlich bleibt. Laut den Angaben sind Kollisionen pro Kilometer mit aktiviertem System bis zu siebenmal unwahrscheinlicher als beim rein manuellen Fahren. Vor der Einfhrung sei FSD (berwacht) umfangreich in Europa getestet worden, betont Tesla. Mehr als 1,6 Millionen Kilometer seien intern mit aktiviertem System zurckgelegt worden. Zustzlich habe man Demo-Fahrten in mehreren europischen Lndern angeboten, an denen ber 13.000 Menschen teilnahmen.
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Mehr Informationen
In den letzten 18 Monaten hat Tesla hart daran gearbeitet, FSD (berwacht) in Europa einzufhren. Tesla hat Tausende von Seiten Dokumentation, Tausende Streckentestszenarien und Dutzende von Forschungsstudien zur Sicherheitsleistung sowie zu den Ergebnissen erstellt und den Regulierungsbehrden fast jedes EU-Landes Vorfhrungen gegeben. Die heutige Ankndigung markiert einen wichtigen Schritt zu mehr Sicherheit fr alle Verkehrsteilnehmer, so das Unternehmen.
Die Niederlande sind das erste europische Land, das die regulatorische Zulassung fr FSD (berwacht) erteilt hat. Die Aktivierung erfolgt per Over-the-Air-Update, also ber das Netz ohne Werkstattbesuch. Tesla strebt weitere Zulassungen in anderen europischen Lndern an. Alle Fahrzeuge des Elektroautobauers sind serienmig mit modernen Fahrerassistenzfunktionen ausgestattet und fr alle neuen Model S, Model3, Model X und Model Y sind optionale Pakete als Zusatzausstattung erhltlich. Weitere Funktionen sollen freigeschaltet werden, sobald die rechtliche Zulassung der jeweiligen Rechtsprechung vorliegt.
Haftungsausschluss
Tesla hat fr sein Selbstfahr-System einen Haftungsausschluss. Dieser lautet: Ihr Fahrzeug wird nur noch minimalen Fahrereingriff erfordern, da es viele Ziele nahezu autonom (unter Aufsicht) anfahren kann. Die gegenwrtig aktivierten Funktionen verlangen eine aktive berwachung durch den Fahrer – ein autonomer Betrieb des Fahrzeugs ist damit nicht mglich. Die Aktivierung und Nutzung sind auf Rechtsprechungen mit der entsprechenden regulatorischen Zulassung beschrnkt, die in manchen Gesetzgebungen lnger dauern kann. Es knnen technische Einschrnkungen gelten. Einzelheiten siehe Benutzerhandbuch und Support-Seite.
Voll-Selbststndiges Fahren (berwacht) sei noch nicht verfgbar, knnte aber in Zukunft verfgbar werden, erklrt das Unternehmen abschlieend. Die Verfgbarkeit hnge von der Entwicklung und der gesetzlichen Zulassung ab.
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