Škoda investiert 205 Millionen Euro in den Ausbau der Batterieproduktion in Mladá Boleslav und wird damit zum größten Hersteller von Elektroauto-Batteriesystemen im Volkswagen-Konzern. „Diese Eröffnung ist Teil der Gesamtbatteriestrategie des Volkswagen Konzerns, die eine ausgewogene Balance zwischen der internen und externen Lieferung von Batteriezellen und -systemen anstrebt, um maximale Flexibilität und einen kontinuierlichen Zugang zu Innovationen, Technologien und Lieferketten zu erreichen“, heißt es in einer Mitteilung.
Gleichzeitig ist das Škoda-Stammwerk nun der erste Standort des Volkswagen-Konzerns in Europa, an dem „Cell-to-Pack“-Batteriesysteme für den Einsatz in elektrischen Volumenfahrzeugen hergestellt werden. „Eine Tagesproduktion von mehr als 1.100 Cell-to-Pack-Batteriesystemen und bis zu 335.000 Einheiten pro Jahr werden die Einführung neuer Technologien in enger Zusammenarbeit mit dem ‚Center of Excellence Battery‘ von Volkswagen Group Technology beschleunigen“, erklärt das Unternehmen. Die Cell-to-Pack-Technologie steigert die Energiedichte und senkt Kosten, indem sie Batteriezellen ohne den Zwischenschritt von Modulen direkt in das Batteriegehäuse integriert.
Thomas Schäfer, Vorsitzender des Škoda-Aufsichtsrats, Mitglied des Vorstands der Volkswagen Gruppe und CEO der Marke Volkswagen: „Das Werk in Mladá Boleslav arbeitet im industriellen Maßstab und stärkt die europäische Batterie-Wertschöpfungskette. Das Know-how, die Effizienz und der einzigartige Geist von Škoda machen das Unternehmen zu einem wichtigen Motor für die Transformation unserer Brand Group Core.“ Die Brand Group Core (Markengruppe Core) ist der organisatorische Zusammenschluss der Volumenmarken in Europas größtem Autokonzern, bestehend aus VW Pkw, Škoda, Seat/Cupra und VW Nutzfahrzeuge.
Andreas Dick, Škoda Auto Vorstand für Produktion und Logistik, fügt hinzu: „Nachdem wir seit 2019 rund 1,4 Millionen Batteriesysteme in Mladá Boleslav produziert haben, ist die Einführung der Cell-to-Pack-Batteriesystemproduktion an diesem Standort der nächste Schritt, um einen wichtigen Teil des Produktionsprozesses ins eigene Haus zu holen. Eine Automatisierungsrate von rund 84 Prozent, 131 Industrieroboter und eine Taktzeit von 60 Sekunden pro Batteriesystem gewährleisten eine hohe Tagesleistung bei gleichbleibend hoher Qualität. Wir tragen dazu bei, die Versorgung mit modernsten Batteriesystemen ‚Made in Europe‘ für Volumenmodelle der gesamten Brand Group Core sicherzustellen.“
Der in der neuen Batterieproduktionshalle hergestellte Energiespeicher ist den Angaben zufolge für den Einsatz in E-Auto-Modellen mit hohen Stückzahlen konzipiert und soll sich durch Langlebigkeit, vereinfachte Fertigung und Kosteneffizienz auszeichnen. „Durch das vollständige Insourcing des Cell-to-Pack-Prozesses, die Verwendung standardisierter Zellen und die Einführung der LFP-Chemie sowie weitere Maßnahmen hat Škoda eine Senkung der Batteriekosten um 30 Prozent gegenüber den aktuellen MEB-Batterien erreicht“, so Škoda.
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