Elektroautohersteller Polestar will sich von grauen Innenräumen und reinen Touchscreen-Bedienkonzepten verabschieden. Im Rahmen seines aktuellen Plans, bis Ende 2028 vier neue Modelle ins Portfolio aufzunehmen, plant die schwedisch-chinesische Marke, einen Teil der Software-Schaltflächen durch physikalische Tasten zu ersetzen.
Designchef Philipp Römers kündigte laut InsideEVs an, die Innenräume sollten künftig „einen Hauch von Farbe“ erhalten und damit mehr Persönlichkeit ausstrahlen. Zudem sollen die Infotainmentsysteme, die weiterhin auf Google Android Automotive basieren, stärker personalisierbar werden.
CEO Michael Lohscheller zufolge ist der durchschnittliche Polestar-Käufer etwa 45 Jahre alt und damit rund zehn Jahre jünger als bei Wettbewerbern. Die bislang nüchternen Farboptionen entsprächen zwar dem Niveau typischer deutscher Marken, könnten für die jüngere Kundschaft jedoch „etwas langweilig“ wirken.
Ein weiterer Treiber für physische Tasten ist die Sicherheit. Die europäische Sicherheitsorganisation Euro NCAP hat ihre Kriterien für die Vergabe der Topbewertung mit fünf Sternen verschärft. Ab diesem Jahr müssen in der Europäischen Union verkaufte Neuwagen über physische Bedienelemente für grundlegende Funktionen verfügen, um überhaupt eine Chance auf die Bestnote zu haben.
Derzeit befinden sich die meisten Bedienelemente in Polestar-Modellen auf dem zentralen Touchscreen, ergänzt durch Tasten am Lenkrad und einen Drehregler für die Lautstärke. Dieses Layout haben auch die neue Sportlimousine Polestar 5 sowie eine kommende Karosserie-Variante des SUV-Coupés Polestar 4. Für die zweite Generation der Mittelklasselimousine Polestar 2 und das angekündigte Kompakt-SUV Polestar 7 werden InsideEVs zufolge überarbeitete Innenraumlayouts mit mehr Bildschirmen erwartet.
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