Auch auf der Straße ist Fracht immer öfter elektrisch unterwegs. Das ergab eine Umfrage der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport unter den rund 250 am Flughafen Frankfurt ansässigen Speditionen und Logistikdienstleistern im Frühjahr zurückliegenden Jahres. Fraport reagiert darauf und eröffnet nun den ersten Schnellladepark für Lkw. Nahe Tor 31 in der CargoCity Süd stehen aktuell vier Ladepunkte mit einer Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt zur Verfügung.
„Am Flughafen Frankfurt pflegen wir engen Kontakt zu unserer Cargo Community und fragen regelmäßig Bedarfe ab“, erläutert Michael Kuschel, Leitung Energienetze und -services der Fraport AG. „Noch vor zwei Jahren lautete die einhellige Meinung der Branche: E-Antrieb setzt sich für uns nicht durch. Doch das war schon im Frühjahr 2025 anders. Da kam von den befragten Unternehmen die Rückmeldung: Wir haben E-Fahrzeuge bestellt.“
In diesem Jahr erwarte die Branche eine große Umstellungswelle, Lkw-Flotten verfügten zunehmend über batterieelektrischen Antrieb, so der Flughafenbetreibr. „Fraport hält am Flughafen Frankfurt, dem zentralen Cargo-Drehkreuz Deutschlands, hierfür bereits die entsprechende Ladeinfrastruktur bereit“, unterstreicht Kuschel.
Die Installation der neuen E-Ladesäulen für nachhaltiges Trucking sei auch zentraler Bestandteil des Masterplans CargoHub, mit dem Fraport in Produkte und Prozesse am Flughafen Frankfurt investiert. Ziel sei es, den Standort als führendes und zukunftsfähiges Luftfrachtzentrum Europas weiterzuentwickeln. Die gezielte Förderung nachhaltiger Infrastruktur unterstütze die Transformation zu einer effizienten, klimafreundlichen und vernetzten Logistikdrehscheibe.
Erweiterung bidirektionaler Ladeinfrastruktur
Der Lkw-Schnellladepark ist Bestandteil des Förderprojekts ReSkaLa@FRA (Reallabor zur Skalierung bidirektionaler Ladeinfrastruktur am Flughafen Frankfurt). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Vorhaben auf Basis eines Beschlusses des Deutschen Bundestags. Bis 2027 sollen insgesamt gut fünf Millionen Euro aus dessen Förderprogramm „ Elektro-Mobil“ in das Projekt fließen.
„Das Programm trägt dazu bei, die Kosten für den Hochlauf der Elektromobilität zu senken, Innovationen in Deutschland zu fördern und den Verkehr insgesamt klima- und umweltfreundlicher zu gestalten“, erklären die Verantwortlichen.
Fraport selbst investiert eigenen Angaben zufolge gemeinsam mit Kooperationspartnern weitere 4,1 Millionen Euro in Einzelmaßnahmen. Insgesamt sollen bei Fraport bis zum Jahr 2027 rund 950 Ladepunkte entstehen – 92 davon bidirektional nutzbar. Hier können Fahrzeugbatterien dann nicht nur auf-, sondern auch entladen und so gespeicherte Energie bedarfsgerecht ins Netz zurückspeisen werden.
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