Daimler Buses will in den nchsten Jahren bis zu 200 Millionen Euro in sein europisches Bus-Servicenetz investieren. Vorgesehen sind neue Service-Standorte, die Modernisierung bestehender Einrichtungen und ein Ausbau des Angebots. Konzernchef Till Oberwrder bezeichnete die ausschlielich fr den Service reservierte Summe laut dem Portal Electrive als so viel wie nie zuvor.
Der Nutzfahrzeughersteller betreibt in Europa derzeit gut 630 Standorte, die berwiegend von Partnern gefhrt werden. 36 davon sind eigene Service Center. Neben dem Netz selbst soll auch der Leistungsumfang fr Kunden wachsen. Einen Schwerpunkt setzt Daimler Buses dabei auf Ladeservices und Ladeinfrastruktur.
Das Unternehmen verweist auf wachsendes Kundeninteresse am Aufbau und Betrieb von E-Infrastruktur aus einer Hand. Vor diesem Hintergrund werden eine eigene Hotline und ein eigenes Team ausschlielich fr den Ladesulen-Service eingefhrt. Der Start ist in Deutschland vorgesehen, in den nchsten Jahren soll das Angebot auf zahlreiche europische Lnder ausgeweitet werden.
Mit Daimler Buses Solutions gibt es seit dem Frhsommer 2023 eine Tochtergesellschaft, die sich auf Ladeservice konzentriert. Sie befasst sich mit der Konzeption und dem Aufbau gewerblicher Infrastruktur fr E-Busse. Nach Angaben von Oberwrder sind inzwischen rund 70 Projekte vollzogen worden. Zugleich soll die angekndigte Service-Offensive die Sparte aufwerten und weiteres Wachstum bringen.
„Busse verdienen nur dann Geld, wenn sie im Einsatz sind“
Von den gut 630 Service-Sttzpunkten in Europa sind inzwischen mehr als 130 sogenannte eBus-Standorte mit zertifizierten Hochvolt-Experten. Die neue Hotline fr Ladesulen soll in acht Sprachen verfgbar sein und rund 85 Prozent der Flle per Fernzugriff lsen knnen. In Deutschland ergnzt ein bundesweit arbeitendes Service-Team aus geschulten Elektrofachkrften die Hotline. Busse verdienen nur dann Geld, wenn sie im Einsatz sind, unterstreicht Oberwrder.
Den strkeren Fokus auf E-Mobilitts-Services verbindet Daimler Buses mit seiner Roadmap fr Europa. Im Kernmarkt sollen nach Informationen von Electrive bis 2039 nur noch lokal CO2-neutrale Neufahrzeuge vertrieben werden, im Stadtbus-Segment bereits ab 2030. Der eCitaro ist seit 2018 als Serien-Elektrobus auf dem Stadtbus-Markt, 2023 kam eine Variante mit Brennstoffzellen-Wasserstoff-Range-Extender hinzu.
Im zweiten Halbjahr dieses Jahres ist die Einfhrung des eIntouro als erstem vollelektrischen berlandbus vorgesehen. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll mit dem eCoach zudem der erste batterie-elektrische Reisebus des Unternehmens marktreif sein.
Zugleich verweist Daimler Buses auf eine weiterhin unzureichende Lade- und H2-Infrastruktur fr lngere Strecken. Ende 2025 kndigte das Unternehmen deshalb an, auch ffentliche Ladesulen an touristisch hochfrequentierten Standorten und Verkehrsknotenpunkten aufzubauen. Bisher verantwortete der Hersteller private oder halbffentliche Ladeanlagen, durch den Aufbau ffentlicher Lader geht Daimler Buses unter die sogenannten Charge Point Operator. Daimler Truck ist zudem an dem Joint Venture Milence beteiligt, das Schnelllader entlang von Autobahnen und Frachtkorridoren errichtet.
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