Ein breites Bndnis europischer Unternehmen und Organisationen fordert die vollstndige Umsetzung der Eurovignette-Richtlinie zugunsten emissionsfreier Lastwagen. In einem Schreiben an Minister drngen die Unterzeichner auf eine rasche Einfhrung von Maut- und Nutzerentgeltbefreiungen fr Zero-Emission Trucks sowie dort, wo dies noch aussteht, auf eine Differenzierung der Lkw-Maut nach CO-Emissionen.
Schwere Nutzfahrzeuge werden als zentral fr die europische Logistik beschrieben, verursachen zugleich aber rund ein Viertel der Emissionen im Straenverkehr, obwohl sie nur 2 Prozent der Fahrzeuge ausmachen. Der Umstieg auf emissionsfreie Lkw gilt in dem Schreiben als entscheidend, damit Europa seine industrielle Fhrungsrolle in diesem Bereich behaupten kann. Die Fahrzeuge seien in wichtigen Einsatzfeldern bereits kommerziell nutzbar – genannt werden Dutzende Modelle in Serienproduktion und Reichweiten von bis zu 600 Kilometern im Fernverkehr.
Zugleich verweisen die Unterzeichner darauf, dass die Gesamtbetriebskosten weiter sinken mssten, damit europische Transportunternehmen emissionsfreie Lkw in groem Mastab einsetzen. Als zentrale Chance bezeichnen sie die jngste Verlngerung der Mglichkeit fr Mitgliedstaaten, solche Fahrzeuge bis zum 30. Juni 2031 von Straenbenutzungsgebhren und Maut zu befreien. Wir drngen auf die rasche Umsetzung von Maut- und Nutzerentgeltbefreiungen fr emissionsfreie Lkw, heit es in dem Schreiben.
Als Beispiel wird Deutschland genannt, wo die Befreiung emissionsfreier Lkw von der Straenmaut bis Juni 2031 verlngert wurde. Eine vollstndige Umsetzung der Richtlinie zusammen mit einer CO-basierten Lkw-Maut sei wichtig, um Betriebskosten zu senken und den Einsatz emissionsfreier Lkw im groen Mastab zu ermglichen. Gefordert wird ein aktives Handeln aller EU-Staaten, auch dort, wo Konzessionsvereinbarungen bestehen.
Aus Sicht der Unterzeichner kann der Umstieg auch dadurch untersttzt werden, dass neue Einnahmen aus der Mautreform genutzt werden. Das Schreiben spricht von einem klaren Marktsignal, das private Investitionen freisetzen und den bergang zu einem sauberen und zukunftsfesten Straengterverkehr beschleunigen knne. Zu den Untersttzern gehren unter anderem Aldi, DHL Group, Nestl, PepsiCo, Daimler Truck, Volvo Group, Ikea Supply AG und Kuehne+Nagel.
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