Das Technologieberatungsunternehmen P3 Group hat gemeinsam mit Co-Autoren von der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur die eigens entwickelte, nutzerorientierte Kennzahl Charging Success Rate (CSR) vorgestellt. Mit dieser knne der Erfolg von Ladevorgngen sehr genau und potenziell standardisiert gemessen werden, heit es.
Die CSR soll insbesondere Ladeinfrastrukturbetreibern (CPOs) dabei helfen, die Qualitt ihrer Ladevorgnge im eigenen Netzwerk besser einzuschtzen und daraus abzuleiten, welche Verbesserungsmanahmen erforderlich sind. Bisher wird zur Angabe der technischen Verfgbarkeit eines Ladepunkts vor allem die sogenannte Uptime (Verfgbarkeit) der Ladeinfrastruktur herangezogen.
Allerdings lsst sich anhand der Uptime allein keine Aussage darber treffen, ob ein Ladevorgang fr die Nutzenden tatschlich erfolgreich gestartet oder abgeschlossen werden konnte. Eine entsprechende aussagekrftige Kennzahl fehlte bislang, erklrt die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur. Mit der Charging Success Rate werde der gesamte Ladevorgang an der Ladestation von der Authentifizierung bis zum Abschluss bei der Erfolgsmessung bercksichtigt.
Die Charging Success Rate definiert erfolgreiche Ladevorgnge als den Prozentsatz der Ladeversuche, bei denen eine Ladetransaktion erfolgreich gestartet (d. h., bei denen die Ladestation beginnt, Strom an das Elektrofahrzeug zu liefern) und anschlieend erfolgreich abgeschlossen wird. Daten zu jedem Schritt im Ladeprozess liegen den Betreibern ber das standardisierte Open Charge Point Protocol (OCPP) vor.
Die Autoren der begleitenden Publikation betonen, dass sich die Qualitt und Zuverlssigkeit von Ladeinfrastruktur nur durch die Kombination technischer und nutzerbezogener Kennzahlen realistisch erfassen lasse. Die CSR bilde genau diese Verbindung ab. Ziel sei, dass die Betreiber diese standardisierte Definition nutzen, um einen branchenweiten nutzerorientierten Vergleichswert zu schaffen.
Johannes Pallasch, Leiter und Sprecher der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der staatlichen NOW GmbH: Ladevorgnge sollten flchendeckend mglichst reibungslos funktionieren und sich einfach in den Alltag integrieren. Schwierigkeiten beim Starten des Ladevorgangs oder Ladeabbrche sind nicht nur fr die Nutzerinnen und Nutzer rgerlich. Wie gut das Laden in der Praxis funktioniert, wird auch fr den weiteren Erfolg der Elektromobilitt entscheidend sein. Betreiber sollten Probleme im Ladeprozess daher schnell und einfach erkennen und berwinden knnen. Mit der Berechnungsmethodik der Charging Success Rate leisten wir hierzu zusammen mit der P3 Group einen wichtigen Beitrag.
Aus Kundensicht ist die Uptime eine notwendige, jedoch keine hinreichende Voraussetzung fr einen erfolgreichen Ladevorgang, so Markus Hackmann, Geschftsfhrer E-Mobility&Energy, P3 Group. Die Analyse von Felddaten zeigt einen signifikanten Unterschied zwischen der rein technischen Uptime-Betrachtung und dem tatschlichen Ladeerfolg aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer. Daher ist es entscheidend, eine nutzerzentrierte Kennzahl zu etablieren, die den realen Ladeerfolg valide misst und widerspiegelt. Mit unserem Ansatz zur Charging Success Rate schaffen wir erstmals echte Transparenz ber die Zuverlssigkeit von Ladeinfrastruktur und liefern gemeinsam mit der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur konkrete Ansatzpunkte zur Verbesserung.
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