Rolls-Royce stellt mit Project Nightingale ein neues, elektrisch angetriebenes Cabrio in limitierter Auflage vor. Der Zweisitzer ist das erste Modell einer neuen Coachbuild Collection der BMW-Tochter und soll nach Angaben des Unternehmens einen grundlegenden Wandel in der Gestaltung knftiger Fahrzeuge anstoen.
Von dem Elektroauto entstehen nur 100 Exemplare. Der Preis beginnt bei rund 7 Millionen Pfund (ca. 8 Mio. Euro), drfte durch die umfangreichen Individualisierungsmglichkeiten jedoch deutlich steigen. Unter dem Namen Coachbuild Collection will Rolls-Royce knftig im Abstand von zwei bis drei Jahren weitere limitierte Fahrzeuge mit eigenstndigem Design und hohem Personalisierungsgrad auflegen.
Die neue Reihe wird zwischen Einzelstcken aus der Serienproduktion und den besonders exklusiven vollstndigen Coachbuild-Modellen positioniert. Alle 100 Fahrzeuge von Project Nightingale sind bereits vergeben, die Kufer wurden vom Unternehmen ausgewhlt. Wir sprechen hier nur mit unseren besten Kunden, so Manager Phil Harnett gegenber Autocar.
Die Erprobung des neuen Modells soll in diesem Sommer beginnen, die ersten Auslieferungen sind fr 2028 vorgesehen. Obwohl das Fahrzeug noch als Konzept gilt, beziffert Rolls-Royce den Serienreifegrad bereits auf 99 Prozent. Das Elektro-Cabrio versteht sich als moderne Interpretation des 17EX Torpedo, eines stromlinienfrmigen Touring-Testchassis auf Basis des Phantom I von 1928. Mit 5,76 Metern entspricht seine Lnge der des Phantom, ein groer Teil davon entfllt auf das lang auslaufende Heck.
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Zugleich weist das Modell auf eine berarbeitete Formensprache der Marke unter Designchef Domagoj Dukec hin, der 2024 innerhalb der BMW Group zu Rolls-Royce wechselte. Es wird alles prgen, was danach kommt, erklrt Dukec. Project Nightingale nutzt zwar wie die brigen Modelle der Marke die Plattform Art of Luxury, soll aber berwiegend aus eigenstndigen Teilen bestehen und nur wenig mit dem „kleineren“ Serien-Elektroauto Spectre gemeinsam haben.
Die Coachbuild Collection richtet sich an Kunden, die ein individuelles Rolls-Royce-Modell wollten, aber nicht die Zeit fr die intensive Einbindung in das vollstndige Coachbuild-Programm hatten. Interessenten werden bereits in der Skizzenphase eingebunden, mssen aber nicht den Umfang der Mitarbeit leisten, der bei einem vollstndig exklusiven Coachbuild-Fahrzeug verlangt wird.
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Das Projekt erffnet den Designern zudem Spielraum fr experimentelle und extravagante Elemente, die spter in Modelle mit hherem Volumen einflieen sollen. Zugleich soll die Reihe ein wichtiger Umsatztreiber werden. Rolls-Royce verkaufte im vergangenen Jahr 5664 Fahrzeuge. Die starke Personalisierung soll bei den neuen Modellen hhere Margen ermglichen.
Dass das erste Fahrzeug der neuen Reihe ein Cabrio ist, hngt laut Rolls-Royce mit dem Ziel zusammen, Autos zu schaffen, die nicht nur in Garagen stehen. Das ist kein Showcar. Das ist ein Auto zum Fahren, sagt Harnett. Die Serienversion wurde an Kunden in den USA, Europa und Asien in Links- und Rechtslenker-Ausfhrung verkauft. Die knftigen Auflagen der Coachbuild Collection knnen unterschiedlich gro ausfallen, sollen aber exklusiv bleiben.
Mehrere technische Daten sind noch offen. Fest steht nach Harnetts Angaben, dass das kommende Coachbuild-Collection-Modell eine grere Batterie als der Spectre mit seinem 107-kWh-Lithium-Ionen-Akkupack erhalten und dabei eine Reichweite bieten soll, die nahe an dessen 530 Kilometern liegt.
Automobile Magazine-Germany




















