Die neu aufgelegte Marke Freelander hat in China ihr erstes Modell vorgestellt und positioniert dieses als elektrifizierten, robusten Geländewagen im Premiumsegment. Hinter dem Projekt steht eine Partnerschaft zwischen JLR (Jaguar Land Rover) und dem chinesischen Fahrzeughersteller Chery. Das Unternehmen verkündete Pläne für eine schnelle internationale Expansion, bei der auch Europa eine zentrale Rolle spielen soll.
Das Debütmodell ist ein mittelgroßes Familien-SUV mit Offroad-Ausrichtung. Es basiert auf einer neuen 800-Volt-Architektur, die verschiedene Antriebsformen ermöglicht: rein elektrisch, Range-Extender-Elektrofahrzeug sowie Plug-in-Hybrid. Freelander will künftig jedes Modell mit diesen drei Antriebsoptionen anbieten.
Das erste Fahrzeug markiert den Auftakt für eine umfangreiche Modelloffensive. Über einen Zeitraum von fünf Jahren soll alle sechs Monate ein neues Modell auf den Markt kommen. Damit verfolgt die Marke laut Berichten eine aggressive Wachstumsstrategie, die auf eine schnelle globale Präsenz abzielt.
Freelander-CEO Wen Fei verwies auf den historischen Erfolg des ursprünglichen Namens als Motivation für dessen Wiederbelebung. Gleichzeitig hob er die charakteristische Mischung aus Geländetauglichkeit, Alltagstauglichkeit und Fahrspaß hervor, die bereits das ursprüngliche Modell geprägt habe. Der Ur-Freelander wurde von 1997 bis 2014 als Baureihe der Marke Land Rover verkauft. Land Rover ist zusammen mit der Schwestermarke Jaguar als „JLR“-Gruppe heute Teil des indischen Konzerns Tata.
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Entwicklung und Produktion in China
„Die Entstehung des Freelander geht auf die Erkenntnis zurück, dass urbane Mehrzweck-SUVs auf den europäischen und nordamerikanischen Märkten enormen Erfolg hatten. Dies inspirierte die Entwicklung eines völlig neuen Fahrzeugs, das die Geländegängigkeit eines Allrad-SUV, urbane Vielseitigkeit und puren Fahrspaß in sich vereinen sollte“, so Fei gegenüber Autocar.
Produziert wird das erste Serienmodell der eigenständigen Marke Freelander im chinesischen Werk Changshu, wo zuletzt der Range Rover Evoque vom Band lief. Die offizielle Weltpremiere ist demnächst auf der Beijing Motor Show geplant. Obwohl das Fahrzeug zunächst für den chinesischen Markt entwickelt wurde, richtet sich der Blick auf die globale Konkurrenz im Premium-SUV-Segment. Internationale Varianten befinden sich Unternehmensangaben zufolge bereits in Entwicklung und sollen weltweit eingeführt werden.
Das Unternehmen betont, dass exportierte Modelle nicht lediglich angepasste Versionen der China-Modelle sein werden. Vielmehr sollen eigenständige Derivate entstehen, die gezielt auf die Anforderungen der jeweiligen Märkte zugeschnitten sind. „Ein wirklich globales Fahrzeug entsteht nicht durch Anpassung“, so Fei, „sondern wächst aus den Wurzeln eines erstklassigen Forschungs- und Entwicklungssystems.“
In China hat Chery-JLR bereits ein breites Händlernetz für Freelander aufgebaut. Details zur Vermarktung in anderen Regionen sowie zur Rolle von JLR im internationalen Vertrieb sind bislang noch offen.
Automobile Magazine-Germany




















