Laut Citroën-Markenchef Xavier Chardon wird es keine Serienversion des im Dezember präsentierten elektrischen Konzeptfahrzeugs Elo geben. Die Franzosen könnten zwar später ein besonders kompaktes Elektroauto anbieten, entschieden wird das aber erst später.
„Der Elo ist nicht nur ein übliches Konzeptfahrzeug – er ist ein Manifest der Kreativität“, sagte Chardon im Gespräch mit der Automobilwoche. Er biete deutlich mehr nutzbaren Raum und mehr Kofferraum bei weniger Außengröße, er sei so multifunktional wie kaum ein anderes Fahrzeug seiner Größe und er wäre zu einem attraktiven Preis herstellbar. Allerdings werde man ihn so nicht auf der Straße sehen, das würden regulatorische Bestimmungen ausschließen. Beispielsweise wäre ein solches Fahrzeug ohne B-Säule wohl nicht homologierbar.
Danach gefragt, ob der Elo ein Hinweis darauf sei, dass Citroën wieder in das Segment der Mini-Vans zurückkehrt, erklärte der Manager: „Ja, eindeutig – die Zeit für neue Ideen, für neue Karosserie-Konzepte ist jetzt. Der Elo ist so eine neue Idee, die die Möglichkeiten eines voll elektrischen Autos sehr smart nutzt, bei dem die Batterie im Wagenboden verschwindet und die Antriebstechnik sehr kompakt gehalten wird.“ Viele Autojournalisten hätten den Elo auf eine Länge von 4,60 oder 4,70 Metern geschätzt, tatsächlich sei er nur 4,10 Meter kurz.
Gefragt, ob Citroën bereits an einem elektrischen Minivan arbeite, sagte der Markenchef: „Es ist noch zu früh, um diese Frage zu beantworten. Wir schauen jetzt zunächst einmal, was Kunden und Beobachter sagen.“
Im Bereich elektrischer Kleinstfahrzeuge sei Citroën in Europa mit dem Elektroflitzer Ami Marktführer. Deshalb sehe man hier durchaus Chancen. Es brauche aber eine präzisere Regulierung, die Investitionen in dieses Segment für die Hersteller lohnend macht. „Es können nicht dieselben Normen für Kleinstfahrzeuge gelten wie für ausgewachsene Pkw, sonst hat dieses Segment keine Chance.“
Bezahlbarkeit ist laut Chardon die DNA von Citroën. Im Stellantis-Konzern gibt es inzwischen auch die chinesische Marke Leapmotor, die mit besonders günstigen E-Autos nach Europa drängt. Mit Blick auf die Abgrenzung von Citroën sagte Chardon: „Wir kennen unsere Kunden und ihre Bedürfnisse im Detail. Und wir können bei Citroën das ganze Potenzial der Antriebsvielfalt ausspielen – wir nennen es die ‚power of choice‘. Das können rein elektrische Marken nicht bieten.“
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