Teslas deutsches Werk in Brandenburg nahe Berlin baut laut einem Bericht des Handelsblatts deutlich weniger Elektroautos, die Auslastung sinkt drastisch. Die Expansion rücke in weite Ferne. Der deutsche Werkleiter Andre Thierig wirft der Wirtschaftszeitung vor der nahenden Betriebsratswahl vor, gemeinsam mit der IG Metall „eine Anti-Tesla-Kampagne zu fahren“.
Der bemängelte Artikel sei schlecht recherchiert und „unseriös“, erklärt Thierig über das Online-Karrierenetzwerk LinkedIn. So sei beispielsweise die Rede von 149.000 gebauten Model Y im letzten Jahr. Tatsächlich habe Tesla 2025 erneut über 200.000 Einheiten des Mittelklasse-SUV hergestellt. Und das, obwohl im ersten Quartal die Produktion für die Umstellung auf die neue Generation angehalten und dann über mehrere Wochen wieder auf 5000 Einheiten pro Woche hochgefahren worden sei.
Das Handelsblatt schreibe auch, dass die Fabrik krisele und bezichtige ihn der Lüge hinsichtlich der Aussagen, dass die Produktion hochgefahren werde. „2025 haben wir jedes Quartal die Produktion im Vergleich zum Vorquartal erhöht. Seit Beginn der Produktion in 2022 haben wir bereits über 700.000 Model Y in Grünheide produziert“, so der Werkleiter. Für das erste Quartal dieses Jahres plane man zudem eine weitere Steigerung im Vergleich zum vierten Quartal 2025.
Thierig betont Teslas Deutschland-Engagement
Das Model Y sei drei Jahre in Folge das meistverkaufte Fahrzeug weltweit und die „Giga Berlin“ habe daran einen erheblichen Anteil, unterstreicht Thierig. Weit mehr als die Hälfte aller globalen Märkte würden aus dem Werk in der Gemeinde Grünheide heraus beliefert.
„Und wie das Handelsblatt auf eine Gewinnmarge von 0,74% kommt, bleibt wohl allein ihren geheimen ‚Rechenkünsten‘ vorbehalten“, schreibt der Manager.
Fakt sei zudem, dass Tesla seit 2020 über fünf Milliarden Euro in Grünheide investiert habe. „Welches andere ausländische Unternehmen hat in der jüngeren Vergangenheit derart in Deutschland investiert und zudem fast 11.000 unbefristete und übertariflich bezahlte Arbeitsplätze geschaffen?“, so Thierig. „Und das in einem Sektor, der nachhaltige und zukunftsorientierte Produkte herstellt, die für den Mobilitätswandel benötigt werden!“
Fakt sei ebenso, dass Tesla aktuell weitere fast 100 Millionen in die Produktion von Batteriezellen investiere, wodurch weitere mehrere Hundert Arbeitsplätze entstünden. Welche andere Autofabrik in Deutschland könne diese Fertigungstiefe aufweisen?
Der Artikel sei „einfach von vorn bis hinten gefüllt mit falschen Informationen und Behauptungen“, kritisiert der deutsche Werkleiter. Das Handelsblatt mache seit geraumer Zeit „so viel Stimmung gegen Tesla“, dahinter sehe er zwei Ziele. „Das Handelsblatt verkommt zum Sprachrohr der IG Metall. Die Artikel, gespickt mit Falschinformationen, sollen meiner Meinung nach Angst und Verunsicherung unter der Belegschaft erzeugen und somit das Wählerverhalten beeinflussen“, so Thierig.
Zudem sei „dieser Kampagnenjournalismus“ für die Zeitung „einfach eine prächtige Einnahmequelle! Skandale in Verbindung mit Tesla klicken super. Warum seriös, wenn sich so Geld verdienen lässt?“ Vor diesem Hintergrund würden auch alle zukünftigen Anfragen unbeantwortet bleiben, „da wir uns an so etwas sicher nicht beteiligen“.
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