Der chinesische Elektroautobauer Xpeng hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem kräftigen Wachstum abgeschlossen und seine internationale Präsenz weiter ausgebaut. Weltweit lieferte das Unternehmen laut InsideEVs 429.445 Fahrzeuge aus, was einem Plus von 126 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit gehört Xpeng inzwischen zu den drei größten Herstellern reiner Stromer weltweit. Bereits im letzten Jahr überschritt die 2014 gegründete Marke zudem die Schwelle von einer Million verkauften Fahrzeugen.
International rücken die Märkte außerhalb Chinas stärker in den Fokus, insbesondere Europa. Von 380 Vertriebsstandorten außerhalb des Heimatmarktes befinden sich 290 in Europa. War Xpeng 2023 noch in fünf Auslandsmärkten vertreten, ist das Unternehmen inzwischen in 60 Ländern aktiv, knapp die Hälfte davon in Europa. Insgesamt entfielen im vergangenen Jahr 45.008 Fahrzeuge auf internationale Märkte, was einem Zuwachs von 96 Prozent entspricht.
Auch in Deutschland entwickelte sich das Geschäft dynamisch. Im ersten vollständigen Geschäftsjahr wurden 2991 Fahrzeuge verkauft, womit sich der Absatz gegenüber 2024 versiebenfachte. Der positive Trend setzte sich Anfang 2026 fort: Im Januar wurden 327 Fahrzeuge zugelassen und damit dreimal so viele wie im Vorjahresmonat.
Das meistverkaufte Modell in Deutschland war der SUV-Crossover G6 mit 1664 Einheiten, gefolgt vom großen SUV G9 mit 1172 Verkäufen. Die Obere-Mittelklasse-Limousine P7, die bald abgelöst wird, kam auf 155 Fahrzeuge. Auffällig ist die starke Nachfrage nach leistungsstarken Varianten mit umfangreicher Ausstattung und Allradantrieb. Beim G6 entfielen lediglich fünf Prozent auf die Einstiegsversion, während 55 Prozent die Performance-Variante und 40 Prozent die Long-Range-Version wählten. Beim G9 entschieden sich 75 Prozent der Kunden für die Performance-Ausführung.
Ein zentraler Erfolgsfaktor in Deutschland ist das ausgebaute Händlernetz. Die Zahl der Standorte stieg von 20 im Jahr 2024 auf 50 bis Ende 2025. Markus Schrick, Geschäftsführer der Vertriebsregion Central Europe, betont laut InsideEVs, Xpeng setze „bewusst auf erfahrene Handelspartner mit regionaler Marktkenntnis und hoher Elektroauto-Kompetenz“.
Für 2026 plant das Unternehmen eine deutliche Ausweitung seiner Marktpräsenz. Das Händlernetz soll auf 110 Standorte wachsen. Gleichzeitig startet eine umfassende Modelloffensive. Den Auftakt bildet die Fastback-Limousine P7+, die bereits bestellbar ist und ab April ausgeliefert wird. Im Juni folgt mit dem X9 ein großer Minivan mit sechs oder sieben Sitzplätzen, Allradlenkung und Luftfederung. Zudem sind eine sechs- und siebensitzige Variante des G9 sowie zwei weitere Modelle für neue Segmente vorgesehen, darunter ein Mittelklasse-SUV.
Gestützt auf neue Modelle und den Vertriebsausbau rechnet Xpeng 2026 mit rund 8000 Neuzulassungen in Deutschland, was einem Plus von fast 270 Prozent entsprechen würde. International strebt das Unternehmen rund 90.000 Verkäufe außerhalb Chinas an, weltweit etwa 600.000 Fahrzeuge. Das entspräche einem weiteren Absatzanstieg von rund 25 Prozent. Ziel bleibe ein nachhaltiges Wachstum mit stabilen Preisen, hoher Kundenzufriedenheit und einer langfristigen Etablierung im deutschen Markt, heißt es.
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