spot_img

VW-Rückruf: 72.700 E-Autos wegen Batterieproblemen betroffen

DE

Volkswagen ruft weltweit 72.668 Elektroautos wegen möglicher Sicherheitsprobleme mit den Hochvoltbatterien zurück. In Deutschland sind nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) 9881 Fahrzeuge betroffen, verteilt auf drei Rückrufaktionen. Dazu gehören die VW-Modelle ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz sowie der Cupra Born. Ursache sind fehlerhafte Batteriezellen, die im Extremfall überhitzen und einen Fahrzeugbrand auslösen können.

Betroffen sind ausschließlich Fahrzeuge bestimmter Produktionszeiträume. Bei den vier VW-Modellen umfassen die Rückrufe Fahrzeuge aus den Baujahren 2022 bis 2025, beim Cupra Born aus den Jahren 2022 bis 2024.

Nach Angaben von Volkswagen wurden die Probleme bei internen Qualitätsprüfungen festgestellt. Einzelne Akkus entsprechen demnach aufgrund von Produktionsfehlern bei Zulieferern nicht den vorgegebenen Qualitätsanforderungen. Das KBA beschreibt bei betroffenen Batterien nicht spezifikationsgerechte, überlappende Zellen, die insbesondere beim Schnellladen überhitzen können. Nach bisherigen Angaben der Behörde sind im Zusammenhang mit den Rückrufen keine Sach- oder Personenschäden bekannt.

Für betroffene Fahrzeughalter gelten bis zur technischen Überprüfung besondere Vorsichtsmaßnahmen. Volkswagen sieht vor, die Batterien zunächst nur bis maximal 80 Prozent ihrer Kapazität aufzuladen und entsprechende Warnhinweise am Fahrzeug anzubringen. Bei technisch dafür ausgerüsteten Elektroautos kann die Begrenzung des Ladezustands automatisch erfolgen. Die vorübergehend reduzierte nutzbare Batteriekapazität schränkt die mögliche Reichweite zwischen zwei Ladevorgängen ein.

Die betroffenen Kunden werden schriftlich über die Rückrufaktionen informiert und müssen ihre E-Autos in einer Werkstatt überprüfen lassen. Dort wird der Zustand der Hochvoltbatterie untersucht und über die erforderlichen Maßnahmen entschieden. Nach bisherigen Angaben kann in einzelnen Fällen ein Softwareupdate ausreichen, während bei anderen Fahrzeugen ein Austausch betroffener Batteriekomponenten erforderlich sein kann. Ob ein bestimmtes Fahrzeug zurückgerufen wird, lässt sich anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer beim Hersteller oder einer autorisierten Werkstatt klären.

Für Volkswagen ist es bereits der zweite größere batteriebezogene Rückruf im Jahr 2026. Im März hatte der Konzern weltweit mehr als 90.000 Elektroautos wegen Batterieproblemen zurückgerufen, darunter rund 28.000 Fahrzeuge in Deutschland. Auch die aktuelle Aktion betrifft mehrere Modellreihen und zwei Konzernmarken.

Automobile Magazine-Germany

spot_img

Renault setzt auf Unabhängigkeit und will Elektroautos profitabler machen

Auf dem Pariser Autosalon erläuterte François Provost, Chief Executive Officer der Renault Group, gegenüber Journalisten die künftige Strategie des...
TÜRKİYE GP 2027
00
00
00
00