Der Volkswagen-Konzern führt derzeit eine umfassende Umstrukturierung durch. Dazu gehört, die Anzahl der Modelle und Varianten im gesamten Portfolio um etwa die Hälfte zu reduzieren. Laut CEO Thomas Schäfer erfolgt diese Verkleinerung nicht durch ein systematisches Streichen von Modellen, sondern über einen natürlichen Übergang.
Ein wesentlicher Grund für diesen Prozess sei die Elektrifizierung, sagte Schäfer im Gespräch mit Autocar. Die Debatte über das Portfolio sei primär durch das von der EU geplante weitgehende Ende der Verbrennungsmotoren in Europa im Jahr 2035 ausgelöst worden.
Der Manager erläuterte, dass man bereits an der idealen Zusammensetzung des Portfolios für das Jahr 2035 gearbeitet habe. Dabei wurden auch die Marken Skoda und Cupra berücksichtigt. Das Ergebnis sei ein optimiertes Portfolio für 2035, welches nur noch halb so groß ist. Dieser Prozess sei keine Überraschung, sondern eine Reorganisation hin zu den profitabelsten Produkten.
Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist zudem eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Marken innerhalb der Brand Group Core, der Schäfer vorsteht. Dazu gehören insbesondere die Marken VW, Skoda und Cupra. Zukünftig sollen Modelle in sogenannten Synergiegruppen verwaltet werden. Das Ziel dieser Struktur ist es, zu verhindern, dass alle Marken gleichzeitig auf denselben Markt abzielen.
Es ist zwar weiterhin möglich, dass mehrere Marken Fahrzeuge in denselben Segmenten anbieten. Solche Projekte werden aber gebündelt und einer spezifischen Marke als federführende Kraft zugewiesen. Ein konkretes Beispiel für diese Strategie ist die kommende Serienversion des Kleinstwagens ID Every1. Diese basiert auf einer gekürzten Version der Plattform des ID. Polo. In dieser Fahrzeugklasse soll nur die Marke VW ein Modell anbieten, was Schäfer mit der geringen Marktgröße begründet.
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