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Elektroauto-Zufriedenheitsstudie 2026: Große Unterschiede zwischen den Marken

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Die Zufriedenheit der Fahrer mit vollelektrischen Modellen steigt laut einer Umfrage des Marktforschers UScale das dritte Jahr in Folge. Der sogenannte Net Promoter Score (NPS), eine Kennzahl für Weiterempfehlungsbereitschaft, ist in der aktuellen „UScale EV Satisfaction Study 2026“ von 33 auf 38 Punkte im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Zeitreihe.

Über alle Marken hinweg würden 53 Prozent der Befragten ihr Fahrzeug aktiv weiterempfehlen, 15 Prozent raten ab, die übrigen 32 Prozent sind neutral.

Die Hersteller liefern weiter Fortschritte bei Reichweite und Ladeleistung. 59 Prozent der Fahrzeughalter berichten inzwischen von einer echten Sommerreichweite von über 400 Kilometern (2025: 50 %). 77 Prozent der E-Autos verfügen über eine DC-Ladeleistung von 150 kW oder mehr (2025: 75 %). Gleichzeitig steigen die Erwartungen.

Eine Sommerreichweite von 400 Kilometern bewerten nur noch 75 Prozent als gut oder sehr gut (2025: 79 %), und nur 15 Prozent halten sie noch für sehr gut. 2023 waren es doppelt so viele. Noch deutlicher ist die Entwicklung beim Laden: Nur noch 58 Prozent bewerten eine Ladeleistung von 150 kW als gut oder sehr gut (2025: 65 %).

Laden bleibt das größte Problemfeld

Trotz aller Fortschritte bei der Technik bleibt das Laden im Alltag die größte Baustelle. 71 Prozent der Befragten berichten von Problemen beim Laden (2025: 73 %). Am häufigsten genannt werden Schwierigkeiten beim Start des Ladevorgangs und eine unerwartet niedrige Ladeleistung. Auch die Ladesäulensuche im Navigationssystem schneidet schlecht ab: Nur 43 Prozent halten das Konzept für gut umgesetzt, 56 Prozent sehen Verbesserungsbedarf.

Auch bei der häufig kritisierten Auto-Software zeigt sich noch kein Durchbruch. 48 Prozent der E-Auto-Fahrenden melden Probleme mit ihrer Connect-App (2025: 50 %). Die Unterschiede zwischen den Marken sind enorm: Bei Tesla berichten nur 8 Prozent von App-Problemen, bei Opel 92 Prozent. Bei der Frage, wo die Hersteller nachbessern sollten, steht die Softwarequalität mit 44 Prozent an erster Stelle, noch vor der Ladeleistung (42 %), der Connect-App (39 %), der Routenplanung (35 %) und der Reichweite (34 %). Während sich Reichweite, Verbrauch und Ladeleistung gegenüber dem Vorjahr verbessert haben, wird die Softwarequalität noch häufiger kritisiert als 2025.

Ein neues Ärgernis sind Warn- und Hinweistöne im Fahrzeug. Die Hälfte der Befragten fühlt sich davon gestört. Die Spannweite zwischen den Marken zeigt, dass es sich um eine Designentscheidung und keine technische Notwendigkeit handelt: Bei Mini fühlen sich nur 29 Prozent gestört, bei Kia und Hyundai sind rund 80 Prozent. Allein die Warnungen der Fahrerassistenzsysteme stören 30 Prozent aller Befragten.

Erhebliche Unterschiede bei den Marken

Die Weiterempfehlungsbereitschaft fällt je nach Marke sehr unterschiedlich aus. XPeng verteidigt seine Spitzenposition. Tesla kehrt nach Platz 6 im Vorjahr auf Platz zwei zurück, gefolgt von Skoda und Porsche. Am Ende des Rankings stehen erneut Marken aus dem Hause Stellantis mit Opel und Fiat, außerdem MG. Die chinesischen Anbieter zeigen ein gemischtes Bild: XPeng führt, BYD und der Neueinsteiger Leapmotor landen im Mittelfeld, Smart und MG enttäuschen.

(Zum Vergrößern anklicken) Bild: UScale

Abhängig von der Marke sehen die Befragten unterschiedliche Stärken und Schwächen:

  • Xpeng liegt in nahezu allen Kategorien deutlich über dem Durchschnitt. Besonders überzeugt sind die Kunden von Ladeleistung, Lademanagement und Reichweite. Die Connect-App hat sich gegenüber dem Vorjahr massiv verbessert. Größte Schwäche bleibt die Routenplanung, auch der Verbrauch wird häufiger kritisiert als 2025.
  • Tesla kehrt auf Platz zwei zurück und überzeugt in fast allen E-spezifischen Disziplinen, allen voran bei Software, Connect-App, Routenplanung und Verbrauch. Kritisch bleibt die Ladeleistung, die mehr als jeder zweite Tesla-Fahrer bemängelt. Dazu kommt Kritik an Akustik- und Verarbeitungsqualität, die sich aber verbessert hat. Viele weitere Verbesserungswünsche betreffen die Fahrerassistenzsysteme.
  • Skoda klettert auf Platz drei. Der Elroq verbessert sich gegenüber dem Enyaq in fast allen Bereichen. Handlungsbedarf sehen die Fahrer weiterhin bei Routenplanung und Softwarequalität.
  • Porsche überzeugt weiterhin mit hoher Ladeleistung und hoher Verarbeitungsqualität. Unterdurchschnittlich bewertet werden die Softwarequalität und die Routenplanung.
  • Hyundai überzeugt mit hoher Reichweite und Ladeleistung und verbessert sich in fast allen Bereichen.
  • BMW punktet mit Software, Connect-App, Routenplanung und Lademanagement. Die „neue Klasse“, die seit Mitte 2026 auf dem Markt ist, ist in der Studie noch nicht enthalten.
  • Kia punktet mit guter Reichweite und einer deutlich verbesserten Softwarequalität. Die Routenplanung bleibt ein Schwachpunkt.
  • Polestar überzeugt weiterhin mit Bedienkonzept, Routenplanung und Connect-App. Handlungsbedarf sehen die Kunden beim Verbrauch, bei der Softwarequalität und bei der Geräuschdämmung.
  • Mercedes macht dank der neuen MMA-Plattform mit CLA und GLB einen großen Sprung bei Reichweite, Verbrauch und Ladeleistung. Die Connect-App wird überdurchschnittlich gut bewertet. Die Software- und Ausführungsqualität werden jedoch häufiger kritisiert als im Vorjahr, gerade bei den neuen Modellen.
  • Ford profitiert vom Explorer, der den Mustang Mach-E in den meisten Disziplinen übertrifft. Beim Verbrauch hat sich die Marke gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Große Schwäche bleibt die Connect-App, auch die Ladeleistung wird kritisiert.
  • BYD bescheinigen seine Nutzer eine überzeugende Software, Connect-App und Routenplanung. Bei der Ladeleistung gibt es zwar Fortschritte, dennoch sehen die Fahrer hier wie auch beim Verbrauch und bei der Bedienung großen Handlungsbedarf.
  • Volkswagen liegt insgesamt unter dem Durchschnitt. Der ID.7 überzeugt mit besserer Reichweite, geringerem Verbrauch und höherer Ladeleistung als ID.3, ID.4 und ID.5. Software und Connect-App bleiben jedoch die großen Baustellen der Marke.
  • Leapmotor ist erstmals im Ranking vertreten und startet im Mittelfeld. Die Kunden loben Reichweite und Connect-App. Deutlichen Verbesserungsbedarf sehen sie bei Bedienkonzept und Routenplanung.
  • Renault überzeugt mit Routenplanung und Software. Die geringe Ladeleistung und Probleme mit der Connect-App belasten die Marke.
  • Cupra bleibt unter dem Durchschnitt. Trotz Verbesserungen bei der Connect-App kämpft die Marke weiterhin mit Problemen bei App und Software, auch die Ladeleistung wird kritisiert.
  • Volvo punktet mit der Google-basierten Routenplanung. Der Verbrauch hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert, bleibt aber gemeinsam mit Reichweite und Software der größte Kritikpunkt.
  • Smart überzeugt mit Ladeleistung, Reichweite und Lademanagement. Deutlichen Verbesserungsbedarf sehen die Fahrer bei Verbrauch, Routenplanung, Software, Bedienung und App.
  • Audi hat sich mit dem A6/Q6 e-tron bei Reichweite und Ladeleistung deutlich verbessert. Gleichzeitig wird die Software noch häufiger kritisiert als im Vorjahr. Auch die Connect-App und die Fahrzeugqualität bleiben deutlich hinter den Erwartungen.
  • MG überzeugt mit Reichweite und Ausstattung, zeigt aber deutliche Schwächen bei Software und Connect-App.
  • Fiat punktet weiterhin mit niedrigem Verbrauch. Große Probleme zeigen sich bei Reichweite, Lademanagement und Connect-App.
  • Opel bildet erneut das Schlusslicht. 92 Prozent der Opel-Fahrer berichten von Problemen mit der Connect-App. Dazu kommen massive Schwächen bei Lademanagement, Software und Bedienung.

Automobile Magazine-Germany

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