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Seat-Chef äußert sich zur Zukunft der spanischen Marke

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Die langfristige Zukunft der spanischen Automarke Seat ist derzeit nicht abschließend entschieden. Laut CEO Markus Haupt hängt die weitere Entwicklung der Volkswagen-Tochter von künftigen Regulierungen ab, insbesondere im Hinblick auf den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren.

Zwar existieren Berichte über eine mögliche Einstellung der Marke bis zum Jahr 2029 im Zuge einer Restrukturierung der Volkswagen-Gruppe, doch Haupt betont im Gespräch mit Autocar die Stärke der Marke durch Marktanteilsgewinne in einigen Regionen. Das aktuelle Modellangebot umfasst den Kleinwagen Ibiza, das kleine SUV Arona sowie den Leon und Leon Sportstourer. Letztere beide gibt es auch als Plug-in-Hybride.

Für das kommende Jahr ist die Einführung von Mild-Hybrid-Motoren für die Modelle Ibiza und Arona geplant. Nach den Worten von Haupt dient dies als Beleg für die fortlaufenden Investitionen in die Marke. Er erklärte dazu: „Seat ist Teil unserer Strategie, und wir investieren weiterhin in Seat.“

Der CEO räumte ein, dass ein Szenario eines Auslaufenlassens der Marke existiert, betonte jedoch, dass es nicht nur eine einzige Option gebe. Sollte es zu einem Ausstieg kommen, würde die Marke weiterhin einen Service über 15 Jahre für ihre Fahrzeuge garantieren.

Entscheidend für die Zukunft sind laut Haupt regulatorische Vorgaben wie CO2-Ziele sowie die geopolitische Lage und das Kundenverhalten. Ab dem Jahr 2030 werde die Umsetzung aufgrund der Regulierung noch schwieriger werden. Die finale Entscheidung über den Verbleib der Marke Seat hänge von der Geschwindigkeit der Elektrifizierung und der Flexibilität der Regulierungen ab.

Der Seat-Chef sagte abschließend: „Wir arbeiten derzeit an verschiedenen Szenarien, und ich denke, der genaue Zeitpunkt wird sich aus den gesetzlichen Vorschriften und dem Kundenverhalten ergeben.“

Auch wenn die Kernmarke auslaufen sollte, wird die spanische Tochter künftig eine zentrale Rolle im Mutterkonzern spielen. Die sportliche Schwestermarke Cupra ist sehr erfolgreich und wächst weiter, vor allem auch mit Elektroautos. Die Seat S.A. leitet zudem die Industrialisierung der E-Auto-Plattform MEB21 sowie die Produktion der urbanen E-Auto-Familie der Volkswagen-Gruppe in Martorell.

Automobile Magazine-Germany

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