Nissan will seinen Absatz in Europa bis 2030 um ein Drittel auf 500.000 Fahrzeuge steigern und hlt trotz eines schwierigen Umfelds am Markt fest. Fhrende Manager des Unternehmens bekrftigten laut AutoExpress die Bindung an die Region, obwohl Europa innerhalb des Konzerns nicht zu den drei Kernmrkten zhlt.
Auf einer Veranstaltung in Yokohama stellte Nissan seine knftige Produkt-, Technologie- und Marktstrategie vor. Geplant sind Investitionen in 45 globale Modelle. Damit reduziert der Hersteller die Zahl seiner Fahrzeuge gegenber heute von 56. Ziel sind grere Skaleneffekte auf gemeinsamen Architekturen sowie mehr Kosteneffizienz, hhere Geschwindigkeit bei der Markteinfhrung und mehr Flexibilitt in der Produktion.
Als wichtigste Mrkte nennt Nissan die USA, China und Japan. Produkte aus diesen drei Regionen sollen jedoch auch andere Mrkte versorgen, insbesondere Europa. Fr den hiesigen Markt vorgesehen ist demnach auch das elektrische SUV NX8, das in China gemeinsam mit Dongfeng produziert wird.
Europa kein Kernmarkt, aber wichtig
Konzernchef Ivan Espinosa sagte, Aufgabe der drei Kernmrkte sei es nicht nur, fr sich genommen erfolgreich zu sein, sondern auch wettbewerbsfhige Produkte fr andere Regionen zu liefern, insbesondere fr Europa. Als Beispiel nannte er das 4,7 Meter lange SUV X-Trail, dessen jngste Version in Yokohama vorgestellt wurde, in Japan gebaut und zunchst mit dem ersten e-power-Hybridantrieb in die USA exportiert werden soll, bevor das Modell spter nach Europa kommt.
Espinosa betonte zugleich, die Rolle Europas als Markt, der Produkte aus dem globalen Entwicklungsnetz aufnimmt, sei keine neue Strategie. Der Batterie-Crossover Ariya entspreche bereits diesem Muster. Unpassende Produkte fr europische Kunden werde es nicht geben. Espinosa verwies darauf, dass sich Investitionen nur dann rechneten, wenn sie von anderen Mrkten mitgetragen wrden.
Fr das Werk Nissan Manufacturing UK im britischen Sunderland sieht das Unternehmen durch die neue Strategie mittelfristig keine Folgen. Wir stehen zu NMUK, erklrte Espinosa. Mit der jngsten Generation der E-Auto-Baureihe Leaf und dem neuen, rein batteriebetriebenen Juke verwies er auf zwei Modelle als Beispiele fr den Kurs des Unternehmens.
Der E-Juke teilt sich Architektur, Batterien und Motoren mit dem neuen Leaf, mit dem er in Sunderland gebaut wird. Damit entspricht das Werk in Grobritannien bereits der neuen Entwicklungsphilosophie des Konzerns, die auf Effizienz ausgerichtet ist.
Europa einer der schwierigsten Mrkte
Nissans Chief Performance Officer Guillaume Cartier bezeichnete Europa als einen der schwierigsten Mrkte. Als Grnde nannte er ein Marktvolumen unter dem Niveau vor Covid sowie einen intensiveren Wettbewerb, weil neue chinesische Marken Marktanteile gewinnen. Zugleich verwies er darauf, dass Europa ein Raum sei, in dem Technologien getestet und entwickelt werden knnten, die Auswirkungen auf andere Weltregionen htten. Als Beispiel nannte er e-power, das im in Grobritannien montierten Qashqai eingefhrt wurde.
Kritisch uerte sich Cartier zu den Kosten der Regulierung in Europa sowie zu aus seiner Sicht unsteten politischen Rahmenbedingungen. Er verwies darauf, dass Europa die CAFE-Emissionsvorgaben lockere und sich nicht mehr eindeutig zu einem vollstndigen Verbot neuer Verbrennerverkufe ab 2035 bekenne.
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