Die Elektrifizierung von Unternehmensflotten in Europa gewinnt an Dynamik. Mehr als die Hlfte der Unternehmen plant, in den kommenden zwei Jahren mehr vollelektrische Fahrzeuge anzuschaffen. Gleichzeitig stehen Fuhrparkverantwortliche vor erheblichen Herausforderungen, wie insbesondere steigenden Kosten, wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen und einer noch nicht ausreichend entwickelten ffentlichen Ladeinfrastruktur.
Das zeigt die aktuelle Elektromobilittsstudie von DKV Mobility, fr die 1732 Fuhrpark- und Flottenmanager in Deutschland, Italien, Frankreich, Niederlande, Spanien, Polen, Tschechien und Rumnien befragt wurden. Unser Report zeigt, dass die Elektrifizierung von Unternehmen in Europa deutlich an Dynamik gewinnt. Gleichzeitig wird klar, dass der Umbau der Flotten fr viele Unternehmen eine komplexe strategische Aufgabe bleibt, sagt Sven Mehringer, Managing Director bei DKV Mobility und verantwortlich fr die Bereiche Energy & Vehicle Services.
Trotz zunehmender Elektrifizierung dominieren klassische Antriebe weiterhin die europischen Unternehmensflotten. Diesel ist nach wie vor die hufigste Antriebsart, gefolgt von Benzin. Elektrifizierte Antriebe, wie batterieelektrische Fahrzeuge oder Plug-in-Hybride, gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung. Besonders deutlich zeigt sich der Wandel in Lndern wie den Niederlanden, die im europischen Vergleich bereits einen berdurchschnittlich hohen Anteil rein elektrischer Fahrzeuge in Unternehmensflotten aufweisen.
Auch Deutschland bewegt sich im europischen Mittelfeld, mit einem im Vergleich leicht hheren Anteil an vollelektrischen Fahrzeugen. Gleichzeitig zeigt sich hier ein anderes Bild bei der betrieblichen Ladeinfrastruktur: Unternehmen verfgen berdurchschnittlich hufig ber eigene Wallboxen am Unternehmensstandort, whrend die ffentliche Schnellladeinfrastruktur von vielen Fuhrparkverantwortlichen weiterhin als ausbaufhig bewertet wird.
Darber hinaus spielt hierzulande der wirtschaftliche Aspekt der Elektrifizierung eine besonders groe Rolle. Viele Unternehmen nennen steigende Energiepreise und hohe Anschaffungskosten fr Elektrofahrzeuge als zentrale Faktoren, die das Tempo der Transformation beeinflussen. Gleichzeitig planen deutsche Unternehmen berdurchschnittlich hufig Investitionen in eigene Ladeinfrastruktur, um den Betrieb elektrischer Flotten langfristig planbarer zu machen.
Im europischen Vergleich zeigen sich zudem deutliche Unterschiede bei der Geschwindigkeit der Elektrifizierung. Whrend Lnder wie die Niederlande bereits einen hohen Anteil vollelektrischer Fahrzeuge in Unternehmensflotten aufweisen, setzen Unternehmen in mehreren mittel- und osteuropischen Lndern weiterhin strker auf klassische Antriebe und hybride bergangslsungen.
Kosten und Infrastruktur bleiben zentrale Herausforderungen
Die Studie (PDF) macht deutlich, dass die Transformation der Unternehmensmobilitt von mehreren strukturellen Faktoren geprgt wird. Drei Themen stehen im Mittelpunkt der Herausforderungen fr das Fuhrparkmanagement: steigender Kostendruck, wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen sowie die Elektrifizierung der Flotten. Besonders grere Unternehmen und der Transportsektor sehen sich mit diesen Anforderungen konfrontiert.
Gleichzeitig planen viele Unternehmen, ihre Flottenstruktur in den kommenden Jahren deutlich zu verndern. Rund 56 Prozent der befragten Unternehmen geben an, mehr vollelektrische Fahrzeuge anschaffen zu wollen, whrend nur ein kleiner Anteil mit einem Rckgang rechnet. Auch Plug-in-Hybride bleiben fr viele Unternehmen ein wichtiger Bestandteil der Flottenstrategie. Klassische Verbrenner hingegen verlieren perspektivisch an Gewicht.
Als wichtigste Hindernisse fr die weitere Elektrifizierung nennen Unternehmen vor allem hohe Anschaffungskosten, steigende Strompreise sowie die als begrenzt wahrgenommenen Reichweiten von Elektrofahrzeugen. Hinzu kommt aus Sicht vieler Befragter eine noch unzureichend ausgebaute ffentliche Ladeinfrastruktur.
Viele Unternehmen haben sich klar auf die Elektrifizierung ihrer Flotten festgelegt. Entscheidend wird nun sein, ob die Rahmenbedingungen wie die Kostenentwicklung, Energiepreise und Infrastruktur mit dieser Dynamik Schritt halten, sagt Mehringer.
Gleichzeitig investieren viele Unternehmen in eigene Ladelsungen. Bereits heute verfgen rund neun von zehn Unternehmen mit Elektrofahrzeugen ber Ladeinfrastruktur auf dem eigenen Firmengelnde. Eine deutliche Mehrheit plant zudem, diese Infrastruktur in den kommenden zwei Jahren weiter auszubauen.
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