Für welche Motorräder und Einsatzgebiete empfehlen Sie die jeweilige Technologie?Rafael Kascha: Diagonalreifen sind nach wie vor die erste Wahl bei vielen klassischen Motorrädern und Youngtimern, da sie oft nur mit dieser Bauweise freigegeben sind und sich die Reifen an die Rahmen- und Fahrwerkskonstruktion älterer Bikes anpassen. Auch auf sehr schlechten Straßen oder im Gelände – etwa bei schweren Adventure-Bikes auf einer Weltreise – können die robusten Eigenschaften von Vorteil sein. Im klassischen Enduro- und Offroadbereich bleiben Diagonalreifen der Standard, da sie besonders widerstandsfähig gegenüber Schlägen sind und das Fahren mit niedrigem Luftdruck ermöglichen, was den Grip auf losem oder weichem Untergrund deutlich verbessert.Radialreifen kommen dagegen vor allem bei modernen Motorrädern und sportlichen Modellen zum Einsatz. Ihr Vorteil zeigt sich besonders auf gut ausgebauten Straßen, bei höheren Geschwindigkeiten und wenn es auf präzises Handling, kurze Bremswege und maximale Schräglagenstabilität ankommt. Auch im Alltag profitieren Fahrerinnen und Fahrer von Komfort und Sicherheit, gerade bei wechselnden Wetterbedingungen.Im Übrigen ist eine Stärke unseres Portfolios, dass Continental auch Radialreifen für klassische Motorräder und Youngtimer anbietet. So sind ContiClassicAttack und ContiRoadAttack 3 CR Produktlinien, bei denen auch diese Fahrzeuge in den Genuss hochmoderner Reifentechnologie kommen.Wie unterscheidet man Diagonal- und Radialreifen?Rafael Kascha: Tatsächlich kann man den Unterschied auf der Lauffläche nicht erkennen. Das Erkennungszeichen von Radialreifen findet sich aber in der Größenbezeichnung auf der Reifenflanke. Das „R“ in der Bezeichnung, z.B. 180/55 ZR 17 oder 110/80 R 18, zeigt, dass es sich um einen Radialreifen handelt. Einen Diagonalreifen erkennt man dagegen am Bindestrich in der Größenbezeichnung, wie z.B. aktuelle metrischen Bezeichnungen wie 140/80-17 oder die älteren Zollgrößen wie etwa 4.00-18.




















