Gebrauchte Elektroautos sind in Deutschland weiterhin eine Randerscheinung. 2025 entfielen sie laut Kraftfahrt-Bundesamt auf nur 3,6 Prozent der Besitzumschreibungen. Zwar entspricht das einem Plus von rund einem Drittel gegenüber 2024, doch der Marktanteil bleibt niedrig.
Bei Neuwagen lag der Anteil von Elektroautos im vergangenen Jahr bei fast 20 Prozent. Dabei wirkt ein klassischer Vorteil von Gebrauchtwagen bei Stromern besonders stark: Sie sind deutlich günstiger als Neufahrzeuge – stärker noch als bei Benzinern oder Dieseln.
Das zeigen Daten des Marktbeobachters Deutsche Automobil Treuhand (DAT) zu den Restwerten. Diese geben den Wert eines typischen drei Jahre alten Autos im Verhältnis zum früheren Listenneupreis an. Für batterieelektrische Fahrzeuge lag dieser Wert im Dezember bei 49 Prozent. Ein drei Jahre alter Vollstromer kostet damit im Schnitt nicht einmal die Hälfte seines ursprünglichen Neupreises. Bei Dieseln und Benzinern lagen die Restwerte zuletzt deutlich höher, bei 61,1 beziehungsweise 62,7 Prozent.
Zusätzlichen Druck auf die Preise könnte die neue staatliche Kaufprämie für Elektroautos bringen. Zwar gibt es keine direkte Unterstützung für Gebrauchtwagen, doch laut DAT beeinflussen günstigere Neuwagen erfahrungsgemäß auch das Preisgefüge im Gebrauchtmarkt. Sinkt der Preisabstand zu Neuwagen, fallen die Gebrauchtpreise, bis der Abstand wieder groß genug ist.
Für Käufer sind das gute Nachrichten, für Verkäufer weniger. Privatleute, Händler und Leasinggesellschaften müssen mit weiteren Wertverlusten rechnen. Derzeit sind rund zwei Millionen Elektroautos in Deutschland zugelassen, was etwa vier Prozent des gesamten Pkw-Bestands entspricht.
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