Der chinesische Stromer-Riese BYD bewertet das Jahr 2025 in Deutschland als erfolgreich und kündigt eine fortgesetzte Marktoffensive in diesem Jahr an. Die Neuzulassungen der Marke stiegen demnach 2025 hierzulande um rund 708 Prozent von knapp 3000 im Jahr 2024 auf nun 23.360.
Die Zahl der Vertriebs- und Servicestandorte wuchs von 26 auf aktuell 150 – „Tendenz weiter deutlich steigend“. Noch nie in der Geschichte der deutschen Automobilindustrie sei in einem solchen Tempo ein derartiges, qualitativ hochwertiges Netz aufgebaut worden, heißt es. Ende des Jahres sollen es 350 Standorte sein.
Die Produktpalette von BYD umfasst inzwischen elf Modelle, darunter acht rein batterieelektrische (BEV) und drei Super-Hybrid-DM-i-Modelle (PHEV). Im abgelaufenen Jahr kamen vier neue Modelle hinzu: Atto 2, Dolphin Surf, Seal 6 DM-i und Atto 2 DM-i. Damit decke man 90 Prozent aller relevanten Marktsegmente vom A- bis zum E-Segment ab, unterstreicht BYD.
„Dieser außergewöhnliche Erfolg ist vor allem dem starken Einsatz unseres Handels und dem großen Engagement unseres gesamten Teams zu verdanken“, kommentiert Lars Bialkowski, seit Juni 2025 Country Manager von BYD Deutschland, die Zahlen. „Ein Zulassungswachstum von über 700 Prozent, der Aufbau eines bundesweiten Netzes von 150 Vertriebs- und Servicestandorten in Rekordzeit sowie eine auf elf Modelle gewachsene Produktpalette zeigen, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Gemeinsam haben wir BYD in kürzester Zeit als relevanten Anbieter im deutschen Markt etabliert.“
Einen besonderen Erfolg verbuchten dabei den Chinesen zufolge die Plug-in-Hybrid-Modelle, bei BYD „Super-Hybrid“ beziehungsweise „Dual Mode Intelligent“ (DM-i) genannt. Im November 2025 habe der Seal U DM-i die deutsche Zulassungsstatistik bei den Plug-in-Hybriden angeführt. Darüber hinaus erreichte der Seal 6 DM-i Touring im selben Monat Platz 4 dieser Bestenliste. 2026 sollen weitere neue DM-i-Modelle angeboten werden.
„Das enorme Interesse hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen“
Kai Schröder, Network Director bei BYD Deutschland: „Das enorme Interesse an BYD hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Ein Wachstum von 26 auf 150 unterzeichnete Händler- und Servicestandorte innerhalb eines Jahres stellt ein Rekord in dieser Branche und ein starkes Signal für das Vertrauen in unsere Marke dar. Dieser Meilenstein bestätigt unseren Kurs und bildet eine hervorragende Basis für den weiteren Ausbau.“
BYD verweist auch auf den Weltrekord mit dem U9 Xtreme der Edelmarke Yangwang: Der Supersportwagen erreichte im September 2025 auf der Teststrecke in Papenburg eine Geschwindigkeit von 496,22 km/h – kein Serienauto war je schneller. Und auf der Nordschleife des Nürburgrings fuhr der U9 Xtreme mit einer Rundenzeit von 6:59,157 Minuten einen neuen Rekord für elektrische Supersportler.
Höhepunkt des vergangenen Jahres war laut BYD aber die IAA Mobility 2025 in München im September, bei der man endgültig ins Rampenlicht der breiten Öffentlichkeit getreten sei. Über kaum einen anderen Hersteller sei derart ausführlich berichtet worden wie über BYD. Auch die ersten Modelle der BYD-Premiummarke Denza hätten auf der IAA Mobility große Aufmerksamkeit erhalten. Hinzu sei die Eröffnung von Europas erstem Denza-Showroom im Herzen von München gekommen.
„2026 wird für Denza ein entscheidendes Jahr“
„2026 wird für Denza ein entscheidendes Jahr. Mit zahlreichen neuen Modellen, angeführt vom Z9GT und dem Premium-Van D9, bringen wir unsere Technologie-, Design- und Komfortkompetenz konsequent auf die Straße. Und das sowohl mit rein elektrischen Modellen als auch mit Super-Hybrid-Fahrzeugen“, erklärt Klaus Hartmann, seit März 2025 Regional Commercial Director von Denza. „Unser Anspruch ist klar: Denza wird sich als neue Benchmark im Premium-Segment etablieren und eine echte Alternative für anspruchsvolle Kundinnen und Kunden in Deutschland bieten.“
Neben den neuesten Modellen habe man auch mit der Flash-Charging-Technologie für Aufsehen gesorgt, so BYD weiter. Durch das Megawatt-Laden mit bis zu 1000 kW Leistung könne Strom für 400 Kilometer in nur fünf Minuten geladen werden.
„Für 2026 hat BYD Deutschland den Fuß weiter fest auf dem Fahrpedal“, betont das Unternehmen. Zu den nächsten Schritten in Europa und Deutschland gehörten der Start Fahrzeugproduktion im neuen BYD-Werk in Ungarn im ersten Halbjahr 2026, die geplante Installation von 300 Mega Flash Chargern bis Ende 2026 vor allem bei deutschen BYD-Handelspartnern, die Fortsetzung der Modelloffensive, der Marktstart von Denza im Frühjahr, eine Neuaufstellung der Bereiche Flotte, Training, Operations, Gebrauchtwagenvermarktung und Aftersales sowie der Umzug der BYD-Deutschlandzentrale von Stuttgart nach Offenbach.
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