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Elektroauto-Innovationsranking: Geely vor Volkswagen und BYD

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Das Ranking der innovationsstärksten Hersteller von Elektroautos wird laut dem „Electromobility Report 2026“ des Center of Automotive Management (CAM) weiterhin von chinesischen und deutschen Unternehmen dominiert. Im aktuellen Untersuchungszeitraum 2021 bis 1. Halbjahr 2026 wurden insgesamt 910 Serien-Innovationen von 38 Autobauer-Gruppen im Bereich der Elektromobilität erfasst und bewertet.

Innovationsführer im Bereich der E-Mobilität ist demnach die chinesische Geely-Gruppe mit 207 Indexpunkten (IP), die knapp vor der Volkswagen Group (204 IP) und BYD (192 IP) aus China liegt. Mit Mercedes-Benz Group (147 IP) und BMW (135 IP) landen zwei weitere deutsche Hersteller in den Top 5.

Größter Aufsteiger gegenüber dem vorherigen Ranking ist die Mercedes-Benz Group, die sich von Rang 7 auf Rang 4 verbessert. SAIC aus China verschlechtert sich mit 124 IP von Rang 4 auf Rang 6. Hyundai (122 IP), Renault (107 IP), General Motors (86 IP) und Stellantis (83 IP) komplettieren die Top 10 der innovationsstärksten Elektroautobauer und können sich jeweils um einen Rangplatz verbessern.

Tesla rutscht von Rang 6 auf Rang 11 ab und gelangt damit erstmals seit Beginn des Elektro-Rankings im Jahr 2016 (Tesla: Rang 1) nicht mehr unter die zehn innovationsstärksten Elektroautobauer. Schwach bleiben im Bereich der Elektromobilität weiterhin auch die japanischen Automobilhersteller: Toyota verbessert sich nunmehr immerhin auf Rang 15 (17) im Vergleich von 38 Herstellern, während Nissan lediglich Rang 18 beziehungsweise Honda nur Rang 22 belegen.

Die deutschen Automobilhersteller setzen damit im ersten Halbjahr 2026 im Bereich Elektromobilität ihren technologischen Aufholprozess zu den chinesischen Elektroautobauern fort. Mit Mercedes-Benz, Volkswagen und BMW zählen drei deutsche Konzerne zu den sechs innovationsstärksten Herstellern des Halbjahres.

Auf Basis von 120 bewerteten Serien-Innovationen erreichen die Mercedes-Benz Group und BYD jeweils rund 40 Indexpunkte. Die Volkswagen Group folgt mit 39 IP knapp dahinter und bringt mit 24 Serien-Innovationen mit Abstand die meisten Neuerungen auf den Markt. Mercedes-Benz erzielt die hohe Innovationsstärke mit nur 14 Neuerungen, BYD mit nur 10. „Beide punkten also mit besonders hochwertigen Einzelinnovationen“, erklären die CAM-Analysten. Geely folgt mit 27 IP vor Hyundai (24 IP), BMW (16 IP) und General Motors (12 IP).

(Zum Vergrößern anklicken) Bild: CAM

Die Serien-Innovationen des ersten Halbjahres 2026 setzen vor allem bei den zentralen Kundenkriterien Reichweite, Ladeleistung und Verbrauch sowie beim Elektro-Ökosystem (V2H, V2G) an. Mercedes punktet unter anderem mit hohen Reichweiten seiner Modelle in verschiedenen Segmenten (EQS, VLE) und ermöglicht bidirektionale Ladefunktionen (Vehicle-to-Grid/V2G, Vehicle-to-Home/V2H), ähnlich wie BMW.

BYD ist mit „Flash-Charging“ Vorreiter beim Schnellladen und erreicht mit dem Denza Z9 GT eine Ladeleistung von bis zu 1500 kW über einen einzigen Ladeanschluss. Die europäische Version lädt in rund neun Minuten von 10 auf 97 Prozent, selbst bei minus 30 Grad Celsius. Geely erreicht mit dem Lynk & Co 10+ dank optimiertem Ultra-Schnellladen bis zu zwei Kilometer Reichweite pro Sekunde und lädt in weniger als neun Minuten von 10 auf 97 Prozent. Beim Verbrauch punktet hingegen der VW ID.3 Neo: Ein neuer APP350-Elektromotor, ein effizienterer Antriebsstrang und ein intelligentes Thermomanagement steigern die Reichweite der 79-kWh-Batterie auf segmentbeste 629 Kilometer (WLTP) bei einem Verbrauch ab 14,3 kWh/100 km.

„Die Innovationsführerschaft in der Elektromobilität wird weiterhin maßgeblich von chinesischen und deutschen Herstellern geprägt. Besonders bemerkenswert ist die Aufholbewegung von Mercedes-Benz, während Geely und BYD über einen längeren Zeitraum eine hohe Innovationsstärke zeigen. Tesla dagegen verliert im Innovationswettbewerb deutlich an Boden“, sagt Studienleiter Stefan Bratzel.

„Entscheidend ist inzwischen nicht mehr allein, wer Elektroautos anbietet, sondern wer bei Reichweite, Ladeleistung, Effizienz und Kosten die überzeugendsten Gesamtpakete auf den Markt bringt. Die chinesischen Hersteller zeigen dabei zunehmend, dass sie ihre technologische Stärke auch in Marktanteile übersetzen können, inzwischen auch in Deutschland. Eine Verdopplung ihrer E-Auto-Neuzulassungen ist ein deutliches Warnsignal für die etablierten Hersteller.“

Globaler BEV-Absatz im Vergleich der Autohersteller

Zwischen der Elektro-Innovationsstärke und dem weltweiten Absatz ist ein Zusammenhang erkennbar, wenn auch nicht durchgängig. Die chinesischen Hersteller BYD, Geely und SAIC sowie US-Konzern Tesla und die Volkswagen Group zählen zu den absatzstärksten Elektroautobauern weltweit.

BYD bleibt mit 867.000 verkauften E-Autos der weltweit absatzstärkste Hersteller, verliert gegenüber dem Vorjahreszeitraum jedoch rund 15 Prozent. Gründe sind unter anderem das Auslaufen staatlicher Förderungen und der intensive Preiswettbewerb in China. Tesla rückt mit 838.000 Einheiten (+16 %) dicht an BYD heran. Mit Geely (571.000) und SAIC (540.000) stellen chinesische Konzerne dennoch drei der fünf größten BEV-Hersteller weltweit. Die Volkswagen Group komplettiert mit 438.000 Einheiten (−6 %) die Top 5.

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Kräftig zulegen können vor allem Toyota (+135 %), Nio (+68 %), Hyundai (+60 %) und die Mercedes-Benz Group (+49 %). Bei Mercedes-Benz, dem Spitzenreiter der Halbjahres-Innovationsstärke, geht der Innovationsschub damit auch mit deutlich steigenden Verkäufen einher. Deutliche Rückgänge verzeichnen dagegen Xiaopeng/XPeng (−23 %), Ford (−32 %) und Honda (−38 %).

Deutschland: E-Auto-Markt wächst kräftig, Mercedes und China-Hersteller legen deutlich zu

Auch in Deutschland gewinnt die Elektromobilität deutlich an Fahrt. Von Januar bis September 2026 wurden 604.144 batterieelektrische Pkw neu zugelassen, ein Plus von 58,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der BEV-Anteil an allen Neuzulassungen steigt damit von 18,1 auf 27,2 Prozent.

Die Volkswagen Group bleibt mit 207.586 E-Autos (+22,5 %) klarer Marktführer, wächst jedoch deutlich langsamer als der Gesamtmarkt. Ihr Anteil am deutschen BEV-Markt sinkt von rund 44 auf 34,4 Prozent. Die Kernmarke VW stagniert mit 76.024 Einheiten auf Vorjahresniveau, das Wachstum kommt vor allem von Škoda (+62 %) und Audi (+40,7 %).

Deutlich dynamischer entwickeln sich die Wettbewerber. Die chinesischen Hersteller verdoppeln ihre BEV-Neuzulassungen auf 69.327 Einheiten (+100,1 %) und steigern ihren Marktanteil von rund 9 auf 11,5 Prozent. Bemerkenswert ist dem CAM zufolge vor allem Leapmotor, das mit 15.128 Einheiten (+295 %) inzwischen fast so viele E-Autos absetzt wie BYD (16.355 Einheiten).

Auch Stellantis (+103 % auf 56.407 Einheiten) und die Mercedes-Benz Group (+91 % auf 44.081 Einheiten) wachsen weit überdurchschnittlich. Mercedes-Benz, Spitzenreiter der Innovationsstärke im ersten Halbjahr, steigert seinen Anteil am BEV-Markt von 6,0 auf 7,3 Prozent. BMW legt mit 63.819 Einheiten (+41,6 %) ebenfalls zu, verliert aber leicht an Marktanteil (10,6 nach 11,8 %). Den stärksten Zuwachs verzeichnen die US-Marken mit 64.819 Einheiten (+129,5 %), getragen vor allem von Tesla (+202 %).

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