Tesla startet mit der „Cell Giga Challenge“ ein Innovationsprogramm für die Batteriezellfertigung am Standort Grünheide in Brandenburg. Startups erhalten durch diese Initiative die Möglichkeit, ihre Technologien direkt in der Akkufertigung der deutschen „Gigafactory“ nahe Berlin zu erproben. Gesucht werden Lösungen, die die Qualität, Effizienz und Skalierbarkeit der Produktion verbessern können.
Die Initiative richtet sich an Startups mit Technologien für die industrielle Batteriezellproduktion. Der Fokus liegt dabei auf Bereichen wie Materialien, Anlagen, Fertigungsprozesse, Automatisierung sowie Künstliche Intelligenz. Bewerber müssen nachweisen, dass ihre Entwicklungen die Zellfertigung bei Qualität, Geschwindigkeit, Kosten, Sicherheit oder Skalierbarkeit messbar verbessern.
Das Programm ist in fünf Phasen gegliedert und beginnt mit einer Online-Bewerbung sowie der Prüfung eingereichter Konzepte. Es folgen technische Fachgespräche und ein Pitch vor Vertretern von Tesla. Die erfolgreichsten Teilnehmer dürfen ihre Technologie im Rahmen eines bezahlten Pilotprojekts gemeinsam mit Teslas Akku-Team unter realen Produktionsbedingungen testen.
Die Bewerbungsfrist endet am 24. Juli, während der Programmstart für August geplant ist. Organisiert wird die „Cell Giga Challenge“ gemeinsam mit der Berliner Startup-Plattform JUNI. Diese wird von der UNITE gGmbH betrieben und erhält unter anderem Förderung über das EXIST-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums.
Ziel der Initiative ist es, Innovationen aus der Startup-Szene schneller in die industrielle Batteriezellfertigung zu überführen. Die Challenge steht im Zusammenhang mit dem Aufbau einer Batteriezellproduktion in der Brandenburger Gigafactory von Tesla. Der US-Elektroautopionier hatte im Mai angekündigt, die geplante Jahreskapazität der künftigen Zellfertigung von 8 auf 18 GWh zu erhöhen. Dafür sollen weitere 250 Millionen US-Dollar investiert werden.
Zusammen mit bereits angekündigten Maßnahmen summieren sich die Investitionen in den Aufbau der Zellfertigung laut Tesla und JUNI auf rund 350 Millionen US-Dollar. Mit einer Jahreskapazität von 18 GWh könnte das Werk künftig Batteriezellen für etwa 250.000 bis 350.000 Elektroautos pro Jahr produzieren. Die Fertigungsaufnahme wurde von Tesla zuletzt für die erste Jahreshälfte 2027 in Aussicht gestellt. Bereits konkret angekündigt wurde, dass die Produktion des SUV-Coupés Model Y in Grünheide bis Oktober schrittweise auf 7500 Einheiten pro Woche erhöht wird.
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