Der chinesische Stromerhersteller BYD hat die Probeproduktion in seinem neuen Pkw-Werk im ungarischen Szeged gestartet. Das äußerte Bürgermeister László Botka laut dem Portal Electrive gegenüber Medien. Die Serienfertigung soll in Ungarn voraussichtlich im zweiten Quartal anlaufen.
Die Fabrik wurde auf einem 300 Hektar großen Gelände errichtet. Botka zufolge wird die Produktion über mehrere Jahre hinweg auf die geplante Kapazität von 200.000 Fahrzeugen pro Jahr hochgefahren, parallel zum schrittweisen Anstieg der Beschäftigung. Aktuell sollen im Werk Szeged 960 Mitarbeiter angestellt sein.
Gebaut wird in Ungarn wohl zuerst der elektrische Kleinwagen Dolphin Surf. Das hatte BYD-Topmanagerin Stella Li im letzten Jahr angekündigt. Damit reagiert der Konzern vor allem auch auf die Ende 2024 von der EU eingeführten zusätzlichen Zölle auf in China gebaute Elektroautos. BYD wird aber wohl auch von den Strafzöllen nicht betroffene Teilzeitstromer in Europa produzieren.
Bereits seit 2017 baut der chinesische Konzern in Komárom E-Busse für den europäischen Markt. Hinzu kommt ein Batterie-Montagewerk in Fót sowie eines in Páty. Im letzten Jahr hat BYD zudem seine Europazentrale aus den Niederlanden nach Budapest in Ungarn verlegt. An die Zentrale ist ein Forschungs- und Entwicklungszentrum mit Fokus auf intelligente Fahrtechnologien und Elektrofahrzeugsysteme der nächsten Generation angeschlossen.
Das zweite europäische Autowerk von BYD soll dieses Jahr in der Türkei den Betrieb aufnehmen. Die dort hergestellten Fahrzeuge werden dank einer Zollunion ebenso wie die Autos aus Ungarn von den Sonderzöllen der EU befreit sein. Daneben soll BYD laut Insidern bereits ein drittes Pkw-Werk in Europa prüfen, offenbar in Spanien. Auch Batterien könnte der 2025 weltgrößte Elektroautobauer zukünftig in Europa herstellen.
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