ADAC-Verkehrspräsident plädiert für niedrigeren Ladestrom- und höheren Spritpreis

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ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand hat in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) zum Jahresende 2025 über seine Sicht auf die Elektromobilität gesprochen. Statt auf Kaufanreize zu setzen, sollte seiner Meinung nach der Ladestrom verbilligt werden. Diesel und Benzin will der ADAC stattdessen verteuern.
Die EU-Kommission hat kurz vor Ende des zurückliegenden Jahres vorgeschlagen, das auch nach 2035 neue Autos mit klassischem fossilen Antrieb noch neu zugelassen werden können. Dies sei einerseits industriepolitisch motiviert, andererseits stoße die Elektromobilität aktuell noch nicht auf ausreichend Akzeptanz bei Verbrauchern, sagte Hillebrand dazu.
„Eine Öffnung für andere Antriebstechnologien ist richtig, doch sie fällt zu kompliziert aus. Es wurde versäumt, alternative Kraftstoffe, die es ja auch für den Bestand braucht, ausreichend anzureizen“, meinte der ADAC-Verkehrspräsident. Höhere Quoten würden auch Investitionen der Energiebranche in die Produktion dieser erneuerbaren Energien attraktiver machen.

Europa müsse an ehrgeizigen CO2-Minderungszielen festhalten, „denn wir müssen die Erderwärmung begrenzen“, betonte Hillebrand. Dazu bekenne sich der ADAC „ganz klar“. So zu tun, als gäbe es den Klimawandel nicht, wäre „ein fataler Irrweg“. Deutschland sei aber „das Land der Ingenieure, wir sind ein Hochtechnologie-Standort und können es uns leisten, einen echten Wettbewerb der Technologien zuzulassen“.
„E-Mobilität prägt die Zukunft, ganz klar“
„Die E-Mobilität prägt die Zukunft, ganz klar“, unterstrich der ADAC-Mann. Die deutschen und europäischen Autobauer dürften sich nicht von der Konkurrenz aus China abhängen lassen. Der Vorschlag der EU-Kommission enthalte im auch einige Anpassungen, die der E-Mobilität zusätzlichen Schwung geben würden – etwa die neue Fahrzeugklasse kleiner E-Pkw und vor allem die Vorgaben zur Elektrifizierung der Unternehmensflotten. Dadurch werde sich auch der Gebrauchtwagenmarkt in Richtung Elektro verschieben.
„Unter dem Strich brauchen wir für den schnellen Anstieg von E-Autos mehr als günstigere Fahrzeuge. Gerade bei den Ladekosten und beim Thema Ladeinfrastruktur muss sich noch eine Menge tun“, sagte Hillebrand. Er verwies darauf, dass es schon Modelle gebe, die mit einer Batterieladung 700 Kilometer weit kommen und in wenigen Minuten wieder voll sind. Es sei eine stetige Evolution, die heutigen E-Autos aber mit den ersten Batteriewagen schon nicht mehr zu vergleichen. Das „typisch deutsche“ Thema der „Reichweitenangst“ habe sich eigentlich erledigt. Außerdem würden Batteriezellen günstiger und die Hersteller böten zunehmend kleineren Modelle an.
Dazu, dass E-Auto-Strom an öffentlichen Schnellladern oft mehr kostet als Sprit, erklärte Hillebrand: „So darf es nicht bleiben. Deswegen fordern wir mit Nachdruck mehr Transparenz beim Stromtanken. An jeder Säule muss gut sichtbar angezeigt werden, was eine Kilowattstunde und was der komplette Ladevorgang kosten.“
„Eine Senkung der Stromsteuer würde dabei natürlich helfen“
Die Preise seien vor allem für diejenigen hoch, die vertragsfrei Strom tanken, also keine Anbieterkarte haben. Das müsse der Gesetzgeber regulieren und eine Markttransparenzstelle wie beim Kraftstoff einrichten. „Wenn eine Kilowattstunde einen Euro kostet, steigt die Masse nicht um. „Nur, wenn der Ladestrom günstiger als der Sprit wird, kommt die E-Mobilität richtig in Gang. Eine Senkung der Stromsteuer würde dabei natürlich helfen“, so der ADAC-Verkehrspräsident. Die Äußerungen zu höheren Spritpreisen sorgten schnell für Unmut unter Mitgliedern, einige drohten mit Kündigung.
Der ADAC halte auch die CO2-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Leute bräuchten den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen. „Aber dass sich die EU dabei etwas mehr Zeit lässt und Preisspitzen verhindert, um die Belastungen nicht zu stark werden zu lassen, das ist absolut in Ordnung“, so Hillebrand. Zumal eine Preiserhöhung nur dann positiv wirke, wenn auch ausreichend Möglichkeiten bestehen, diese mit alternativen Angeboten zu vermeiden.
Mit Blick auf die neuen Kaufanreize für E-Autos, die die Bundesregierung plant, sagte Hillebrand: „Den Strom günstiger zu machen, wäre die sinnvollere Vorgehensweise gewesen, um auch Leute mit schmalem Geldbeutel von der E-Mobilität zu überzeugen.“ Denn wer auf öffentliche Ladesäulen angewiesen sei und dort mehr zahle als an der Zapfsäule, fühle sich „wie der Dumme“.
„Auch Plug-in-Hybride müssen gefördert werden“
„Dennoch: Wenn die Kaufanreize auf Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen begrenzt bleiben, tragen wir das mit“, unterstrich der ADAC-Verkehrspräsident. Die konkreten Förderkriterien stehen noch nicht fest. Wichtig sei dem Verkehrsclub: „Auch Plug-in-Hybride müssen gefördert werden, wenn deren Akkuleistung für mindestens 80 Kilometer ausreicht, das Fahrzeug also eine relevante Fahrleistung rein elektrisch absolvieren kann.“
Ein weiterer Punkt sei, dass die Förderzusage ab Kaufvertragsabschluss gelten soll und nicht erst, wenn das Fahrzeug übergeben wird. Sonst müssten viele Autofahrer fürchten, die Zuschüsse zu verlieren, wenn das Auto beim Auslaufen der Förderung nicht rechtzeitig geliefert wird.
Es gibt auch Vorschläge, das das Leasen von E-Autos nach sozialen Kriterien zu fördern. Der ADAC ist beim „Social Leasing“ zurückhaltend: „Da kommen auch die Restzahlungen am Ende der Leasingdauer oder Haftungsfragen bei Unfällen ins Spiel“, erklärte Hillebrand. „Wer noch mal eben 4000 Euro für eine Extra-Lackierung zahlen muss, kommt schnell in die Bredouille. Es kommt sehr genau auf die Konditionen an, wodurch gleich wieder überbordende Bürokratie droht.“ Social Leasing wäre nach Ansicht des ADAC auf jeden Fall der komplizierte Weg, Hillebrand halte direkte Kaufanreize für zielführender.

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