Renault Group stellt mit „futuREady“ neue Konzernstrategie vor

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Die Renault Group will mit ihrem neuen Strategieplan „futuREady“ ihre Wachstumsdynamik sichern und sich „als europäischer Maßstab unter den Automobilherstellern“ etablieren. Elektrifizierung, Software, digitale Technologien und Plattformen seien die zentralen technologischen Treiber, die es dem Konzern ermöglichen, mit den besten Automobilherstellern weltweit mitzuhalten.
„futuREady, unser neuer Strategieplan, ist ein entscheidender Schritt für die Zukunft der Renault Group“, so Konzernchef François Provost. „In einem Umfeld, das zunehmend wettbewerbsintensiv ist, können wir auf eine starke Basis bauen: unsere Marken, unsere Produkte und unsere finanziellen Ergebnisse.“
Der Plan stützt sich auf vier Säulen. Erstens: Wachstum und Produkte. Bis 2030 will der Konzern 36 neue Modelle auf den Markt bringen und das Kundenerlebnis über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge hinweg „grundlegend weiterentwickeln“. Zweitens: „Wir beschleunigen unsere technologischen Entwicklungsfahrpläne in allen Schlüsselbereichen“, so Renault. „Darüber hinaus setzen wir uns ehrgeizige Ziele für die operative Leistung – mit einem breiten, konsequenten Einsatz von künstlicher Intelligenz“, heißt es weiter. „Und schließlich werden wir diesen Plan gemeinsam umsetzen – so wie wir es seit über 127 Jahren tun. Damit meine ich in erster Linie unsere Mitarbeitenden, aber ebenso unsere Händler, Partner und Zulieferer.“

„Benchmark der europäischen Automobilindustrie“
„Gemeinsam werden wir mit futuREady zeigen, dass wir langfristig bestehen – und wir werden zum Benchmark der europäischen Automobilindustrie auf der globalen Bühne werden“, sagt CEO Provost.
futuREady schließt an den 2021 gestarteten Strategieplan Renaulution an. Mit futuREady will die Renault Group nun „zum europäischen Referenzhersteller auf globaler Ebene werden“ und stützt sich dabei auf vier zentrale Säulen: „growth ready, tech ready, excellence ready und trust ready“ (wachstumsbereit, technikbereit, exzellenzbereit und vertrauensbereit). Um dies zu erreichen, „stärkt der Konzern sein solides Fundament in Europa, nutzt seine Plattformen, um seine Wettbewerbsfähigkeit weiter zu schärfen und Produkte zu entwickeln, die noch genauer auf die Erwartungen der Kundinnen und Kunden abgestimmt sind“. Darüber hinaus will man das Tempo in seinen strategischen Wachstumsregionen – Indien, Südamerika und Südkorea – erhöhen, die wesentlich zur Expansion beitragen sollen.
„Europas Referenzhersteller zu werden heißt, den Anspruch zu formulieren, in Europa Produkte zu entwickeln und zu fertigen, die in puncto Attraktivität, Technologie und Wettbewerbsfähigkeit Maßstäbe setzen“, erklärt Provost. „In einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld bedeutet dies, Leistung und Innovation mit Widerstandskraft und nachhaltiger Stärke zu verbinden. Genau darum geht es bei futuREady.“
„Große Produktoffensive“
Die Renault Group verfolgt das Ziel, ihre zweite große Produktoffensive zu forcieren – mit 22 neuen Modellen in Europa, davon 16 vollelektrisch, sowie 14 weiteren Modellen auf internationalen Märkten.
Die Kernmarke Renault soll ihr Wachstum dabei über drei zentrale Hebel beschleunigen: Stärkung des Markenpotenzials in Europa durch 12 neue Modellpremieren, breite Elektrifizierung der Modellpalette mit Hybriden und Elektroautos und Intensivierung der internationalen Offensive mit 14 neuen Modellen. Bis 2030 strebt die Marke über zwei Millionen verkaufte Fahrzeuge pro Jahr an, davon die Hälfte außerhalb Europas. Geplant sind 100 Prozent elektrifizierte Verkäufe in Europa und 50 Prozent elektrifizierte Verkäufe außerhalb Europas.
Die Günstig-Marke Dacia soll ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Im Fokus steht weiter die Bereitstellung eines wettbewerbsfähigsten Angebots auf Basis von Preis, Kosten und Kundennutzen. Die Elektrifizierung soll beschleunigt werden, um bis 2030 damit zwei Drittel der Verkäufe zu erreichen. Die Offensive im Kompaktsegment soll fortgesetzt werden, es soll bis 2030 ein Drittel des Absatzes ausmachen. Weiter wird als Ziel formuliert: „Ausbau der ausgewiesenen Kompetenz bei Allradantrieben, der gruppenweiten E‑Tech‑Hybridtechnologie sowie der führenden Position bei LPG‑Fahrzeugen.“ Bis 2030 werde die Marke konsequent auf elektrische Mobilität umgestellt haben und die Zahl der Elektromodelle im Portfolio von einem auf vier erhöhen.
Die Sportwagentochter Alpine soll ihre Wachstumsstrategie vorantreiben mit der Markteinführung der nächsten Generation der A110, basierend auf der Alpine Performance Platform (APP), der Gewinnung neuer Kundengruppen durch die Modelle A290 (Kleinwagen) und A390 (Crossover) und den Ausbau exklusiver und individualisierter Angebote.
Kundenerfahrung im Fokus
„Die Kundenerfahrung wird im Rahmen der Produktoffensive und über den gesamten Lebenszyklus unserer Fahrzeuge hinweg eine zentrale Rolle in der Strategie der drei Marken spielen“, betonen die Franzosen. „Sie entwickelt sich zu einem entscheidenden Differenzierungsmerkmal und Treiber für langfristige Kundenbindung. Jeder Schritt im Lebenszyklus unserer Fahrzeuge muss für unsere Kundinnen und Kunden einen klaren Mehrwert bieten – und zugleich einen Beitrag zur Ertragsoptimierung für den Konzern und sein Vertriebsnetz leisten. Dies gilt für Neuwagen ebenso wie für Service, Gebrauchtwagen, Finanzdienstleistungen unserer Tochter MFS – Mobilize Financial Services – sowie den Energiebereich.“
Der Anspruch sei es, das Potenzial der zweiten und dritten Lebensphase der Fahrzeuge des Konzerns voll auszuschöpfen. Damit will man bis 2030 eine Kundentreue von 80 Prozent über einen Zehnjahreszyklus erreichen und die Marken des Konzerns unter den drei Besten in puncto Kundenzufriedenheit positionieren.
„Die mit diesem Ansatz verbundene technologische Transformation zielt zudem darauf ab, unser Vertriebssystem umfassend zu modernisieren“, erklärt die Renault Group. „Dazu gehört insbesondere die Einführung des Programms Software‑Defined Retail, das auf der konsequenten Digitalisierung unserer kommerziellen Prozesse sowie auf dem digitalen Zwilling des Fahrzeugs basiert. Dieses Programm soll die Effizienz steigern und eine Kostenreduktion von rund 20 Prozent ermöglichen.“

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