Die chinesische Luxusmarke Hongqi bernimmt die Bearbeitung des deutschen Marktes selbst und arbeitet hierzulande knftig nicht mehr mit dem bisherigen Importeur Hedin Automotive zusammen. Wir haben uns getrennt, besttigte ein Sprecher von Hedin Automotive Deutschland gegenber der Automobilwoche.
Die Entscheidung gilt ausschlielich fr Deutschland, whrend Hedin in anderen europischen Lndern weiterhin als Gro- und Einzelhndler fr Hongqi ttig bleibt. Hintergrund ist laut dem Unternehmen, dass die angebotenen Modelle auf dem Markt nicht wie gewnscht angenommen wurden.
Hedin Automotive hatte vor rund zwei Jahren im baden-wrttembergischen Schwetzingen einen Hongqi-Showroom erffnet. Ein geplanter Ausbau des Hndlernetzes in Grostdten und Ballungsrumen wurde jedoch nicht umgesetzt. Am gleichen Standort vertreibt die Autohausgruppe mit Sitz in Kaiserslautern auch die China-Marke XPeng. Insgesamt beschftigt Hedin Automotive in Deutschland rund 1300 Mitarbeiter und verkauft an 35 Standorten sieben Marken, darunter vor allem Mercedes-Benz und Hyundai.
Zum Marktstart bot Hongqi in Deutschland unter anderem das Luxus-SUV E-HS9 fr knapp 80.000 Euro an. Weitere Modelle wie der EH7 und der H9 lagen preislich darunter, whrend der HS5 bereits ab 42.000 Euro erhltlich war. Trotz dieser Modellpalette blieb der erhoffte Markterfolg aus.
Hedin war zudem von Ende 2022 bis Herbst 2024 als Importeur des chinesischen Stromer-Riesens BYD fr dessen Kernmarke in Deutschland ttig. Unabhngig von der Trennung hierzulande vertreibt die Gruppe Hongqi weiterhin in ihrem Heimatmarkt Schweden sowie in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden.
Fr Hongqi, eine Marke des chinesischen Staatskonzerns FAW, stellt die Entwicklung einen Rckschlag dar. Auf der IAA im vergangenen Jahr hatte der Hersteller angekndigt, bis 2028 insgesamt 15 Elektro- und Hybridmodelle in Europa einzufhren und die Expansion deutlich zu beschleunigen. Der Vertrieb sollte von zehn Lndern im Jahr 2025 auf 25 Mrkte ausgeweitet werden.
Zudem formulierte das Unternehmen langfristige Plne fr Europa. Unser oberstes Ziel ist ein Produktionszentrum in Europa, erklrte FAW-Designchef Giles Taylor laut der Automobilwoche im Rahmen der IAA 2025, ohne konkrete Standorte oder Zeitplne zu nennen. Weltweit hatte FAW fr das vergangene Jahr einen Absatz von 500.000 Hongqi-Fahrzeugen geplant, tatschlich wurden Medienberichten zufolge rund 460.000 Einheiten verkauft.
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