Europa liegt beim Absatz von Elektrofahrzeugen nur noch drei Jahre hinter China zurck. Das geht aus einer Analyse der Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) hervor.
Demnach waren die EU und China im Jahr 2020 noch gleichauf beim Anteil verkaufter Elektroautos. Schwchere europische CO-Vorgaben fr Autos ab 2022 lieen die Volksrepublik jedoch enteilen. Erst strengere Zielvorgaben ab 2025 haben dazu gefhrt, dass die EU den Rckstand wieder verkleinern konnte.
Die Studie betont, dass Europa die Lcke bis 2030 schlieen kann, wenn die aktuellen Ausbauziele beibehalten werden. Gleichzeitig knnte der lverbrauch im Verkehrssektor deutlich sinken. Bereits 2025 htten rund 8 Millionen Elektroautos in Europa etwa 46 Millionen Barrel l eingespart. Dennoch bleibe die Abhngigkeit hoch: Fr 2026 erwarte man limporte im Wert von 300 Milliarden Euro, einschlielich eines lkrisenaufschlags von 80 Milliarden Euro.
„Die Regulierung ist nicht das Problem“
Die Bedeutung der Elektromobilitt fr die Energieunabhngigkeit unterstreicht T&E-Direktor William Todts mit den Worten: Elektrofahrzeuge sind der entscheidende Hebel, um Europas Abhngigkeit von importiertem l zu beenden. Er widerspricht damit der Branchenmeinung, Europa liege uneinholbar hinter China zurck und msse CO-Regeln lockern. Im Gegenteil: Die Regulierung ist nicht das Problem. Sie hlt Europa im Rennen um die globale Fhrungsrolle bei batterieelektrischen Autos.
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Whrend Europa mit steigenden Energiepreisen und lkosten konfrontiert ist, zeigt der Bericht auch strukturelle Schwchen. Die Emissionsminderungen im Verkehrssektor stagnieren insgesamt. Lnder mit hoher Elektroautoquote wie Dnemark und die Niederlande verzeichnen deutliche Rckgnge bei den Emissionen, doch in Staaten mit geringer Verbreitung von Elektroautos, etwa Spanien, steigen die Emissionen weiter an. Eine langsame Marktdurchdringung verlngert somit die Abhngigkeit von fossilen Energietrgern.
China baut derweil seine Fhrungsposition konsequent aus. Rund 60 Prozent der weltweit verkauften Elektroautos stammen von chinesischen Unternehmen, zudem ist die Batteriefertigung dort zwanzigmal so gro wie in Europa. Gleichzeitig befindet sich die europische Batterieindustrie im Wandel: Unternehmen aus Europa, China und Sdkorea investieren gemeinsam in Produktionskapazitten innerhalb der EU.
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T&E sieht darin erhebliches Potenzial, das jedoch von politischen Rahmenbedingungen und ausreichender Finanzierung abhngt. Eine beschleunigte Transformation knnte nicht nur die Wettbewerbsfhigkeit der europischen Autoindustrie sichern sieben von zehn in Europa verkauften Elektroautos werden bereits dort produziert , sondern auch die strategische Abhngigkeit von Energieimporten verringern.
Zum Abschluss warnt Todts vor politischen Rckschritten: Der Bericht sendet eine klare Botschaft. Europas Green Deal ist ein Fahrplan fr die Cleantech-Wirtschaft der Zukunft. Gleichzeitig stehe er unter Druck durch Teile der Automobilindustrie, die kurzfristige Gewinne ber langfristige Sicherheit stellten. Die EU drfe dem nicht nachgeben und msse an ihren Regulierungen festhalten.
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