Opel-Chef Florian Huettl drngt auf eine strkere Bevorzugung europischer Elektroautos innerhalb der CO-Flottenregulierung der EU. Fahrzeuge aus europischer Produktion sollten seiner Vorstellung nach bei der Berechnung der Emissionswerte hher gewichtet werden. Konkret schlgt er einen Faktor von 1,2 vor, fr kleine Elektroautos sogar 1,5. Dies wrde es Herstellern erleichtern, die CO-Grenzwerte einzuhalten und Strafzahlungen zu vermeiden.
Huettl argumentiert laut der Automobilwoche, dass eine solche Regelung auch industriepolitische Ziele untersttzen knne. Made in Europe knne ein wichtiger Teil der Lsung sein, erklrte er demnach auf dem Mobility Summit des VDA in Berlin. Die CO-Verordnung biete einen Hebel, um angesichts geopolitischer Herausforderungen die europische Produktion zu strken und neue Anreize fr die Fertigung innerhalb Europas zu schaffen.
Sein Vorsto verbindet zwei zentrale Regulierungsinitiativen der EU: den geplanten Industrial Accelerator Act (IAA) und die CO-Regeln fr Neuwagen. Bereits Anfang Februar hatten die Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen und des Opel-Mutterkonzerns Stellantis hnliche Forderungen formuliert. Huettl geht mit seinen Vorschlgen jedoch ber diese Anstze hinaus.
Der Entwurf des IAA sieht vor, dass Elektroautos nur dann fr Frderprogramme und ffentliche Ausschreibungen bercksichtigt werden, wenn ihre Komponenten zu mindestens 70 Prozent aus Europa stammen. Huettl untersttzt den Ansatz grundstzlich, kritisiert jedoch die Ausgestaltung deutlich. Wir halten den Entwurf fr viel zu kompliziert, da droht ein Brokratiemonster, sagte er.
Neben der inhaltlichen Ausrichtung fordert Huettl auch zeitliche Anpassungen bei den CO-Grenzwerten. Er pldiert dafr, die Zielerreichung auf lngere Zeitrume zu strecken konkret auf die Phasen 2025 bis 2029 sowie 2030 bis 2034. Die EU-Kommission hatte bislang lediglich eine Lockerung fr die Jahre 2025 bis 2027 vorgesehen.
Hintergrund sind die aktuell jhrlich verschrften Vorgaben, bei deren Verfehlung Strafzahlungen drohen. Eine Ausweitung der Zeitrume wrde den Herstellern mehr Flexibilitt geben. Die Branche stehe vor erheblichen Herausforderungen und drfe nicht mit unrealistischen Zielen und hohen Strafzahlungen belastet werden, so Huettl.
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