Der Krieg im Iran verschrft die Unsicherheit ber die Zukunft fossiler Energie und Mobilitt und treibt zugleich die Preise fr Benzin und Diesel in Deutschland deutlich ber zwei Euro pro Liter. Diese Entwicklung belastet Verbraucher sprbar und rckt alternative Antriebe strker in den Fokus.
Nach Einschtzung von Wolf-Peter Schill vom Deutschen Institut fr Wirtschaftsforschung (DIW) hat die Elektromobilitt zuletzt wieder etwas an Dynamik gewonnen. „Im letzten Jahr ist die Elektromobilitt jetzt im Pkw-Bereich so ein bisschen wieder angezogen, nachdem das Jahr davor ein ziemliches Katastrophenjahr war“, sagt er im Gesprch mit rbb24.
Aktuell liegt der Anteil rein batterieelektrischer Fahrzeuge bei den Neuzulassungen bei rund 19 Prozent, zuletzt sogar leicht darber. Trotz dieser Entwicklung dominieren Verbrennungsmotoren weiterhin klar den Markt. Das heit aber auch vier von fnf neuen Autos hatten wirklich noch einen Verbrennungsmotor, so Schill. Insgesamt machten Elektroautos lediglich etwa vier Prozent des gesamten Fahrzeugbestands aus. Entsprechend gro sei das Ausbaupotenzial.
Aus kologischer Perspektive sieht Schill deutliche Vorteile bei elektrischen Antrieben, auch wenn deren Gesamtbilanz komplex bleibe. Emissionen entstnden zwar entlang der Wertschpfungskette, etwa bei der Batterieproduktion. Dennoch betont er: Aus Klimasicht sind Elektrofahrzeuge schon jetzt sehr viel besser als Verbrennungsmotor.
Kritisch uert sich der Energiekonom zur politischen Diskussion um Technologieoffenheit. Statt klarer Vorgaben wrden uneindeutige Signale gesendet, etwa durch Debatten ber ein mgliches Aufweichen des ab 2035 geplanten faktischen EU-Verbrenner-Aus. Dies knne den notwendigen Wandel bremsen.
Auch steigende Strompreise bereiten Sorgen. „Grundstzlich wird auch der Strompreis, denke ich, im Zuge dieses Irankriegs bei uns steigen“, so Schill. Allerdings falle der Effekt fr Endkunden meist schwcher und verzgert aus als bei Kraftstoffen. Entscheidend sei nun, gegenzusteuern. „Wichtig ist aber, dass wir darauf hinwirken, dass der Strom fr die Endkundinnen und -kunden und vor allem fr die Elektromobilitt tendenziell billiger und nicht teurer wird.
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