Der tschechische Automobilhersteller Skoda, Teil des Volkswagen-Konzerns, treibt seine Elektrifizierungsstrategie voran und prft derzeit mehrere Standorte fr die Produktion knftiger Stromer. Neben Spanien kommen laut einem Bericht des Portals Expansion auch die Tschechische Republik, Deutschland und Portugal infrage.
Eine Entscheidung ber die Fertigung der neuen Modellfamilie auf Basis der SSP-Architektur (Scalable Systems Platform) steht noch aus. Unternehmenschef Klaus Zellmer betonte, man sei noch nicht bereit zu kommunizieren, wo wir die nchste SSP-Plattform fertigen werden. Die SSP wird primr als rein elektrische Plattform konzipiert und soll perspektivisch die Basis fr den Groteil der Modelle des Volkswagen-Konzerns stellen.
Skoda verstrkt bereits seine Prsenz in Spanien. Ab diesem Jahr wird dort erstmals ein Modell der Marke produziert: der elektrische Epiq. Die Fertigung erfolgt im Werk Landaben in Navarra und ist Teil einer greren Elektro-Offensive des Mutterkonzerns Volkswagen, der insgesamt vier kleine E-Modelle in Spanien bauen will. Neben dem Epiq entstehen auch der Cupra Raval und der VW ID. Polo in Martorell sowie der VW ID. Cross in Landaben. Federfhrend sind hier der spanische Seat-Konzern und dessen Marke Cupra.
Skoda setzt auf internationale Diversifikation
Gleichzeitig sieht Skoda den europischen Automarkt an seiner Kapazittsgrenze. Zellmer geht davon aus, dass sich die jhrlichen Neuzulassungen in Europa bei maximal 12 bis 13 Millionen Fahrzeugen einpendeln. Vor diesem Hintergrund setzt das Unternehmen verstrkt auf internationale Diversifikation, um sich gegen wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten abzusichern.
Eine zentrale Rolle spielt dabei Indien. Dort betreibt Skoda ein Werk in Pune mit rund 5000 Beschftigten und konnte seine Verkufe im vergangenen Jahr verdoppeln. Knftig soll Indien nicht nur als Wachstumsmarkt dienen, sondern auch als Exportdrehscheibe, etwa fr Fahrzeugmodule in Lnder wie Vietnam oder Saudi-Arabien. Zudem ist die Einfhrung eines neuen Elektro-Modells auf Basis einer chinesischen Plattform geplant.
Die Auslastung der Produktionskapazitten erreichte 2025 bereits 100 Prozent, was Zellmer als entscheidend fr die Rentabilitt bezeichnet. Mit der Produktion des Epiq in Spanien soll die industrielle Kapazitt weiter ausgebaut werden. Wachstumsperspektiven ber 1,5 Millionen Fahrzeuge hinaus sieht der CEO jedoch primr auerhalb Europas, da regulatorische Kosten den Kontinent zunehmend belasten.
Im Bereich Elektromobilitt warnt Skoda vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Insbesondere die geringere Rentabilitt von Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern bereitet Sorge. Das ist eine enorme Herausforderung, die durch die CO2-Vorschriften bedingt ist; wenn wir diese nicht einhalten, drohen uns Milliardenstrafen, so Zellmer.
Vor diesem Hintergrund hat Skoda seine Elektrostrategie angepasst. Statt der ursprnglich geplanten sechs Modelle sollen nun vier neue Elektrofahrzeuge auf den Markt kommen. Gleichzeitig hlt das Unternehmen am Verbrenner fest und plant einen Nachfolger fr den Karoq, der laut Zellmer weiterhin gut zur aktuellen Marktnachfrage passt.
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