In diesem Jahr bringt Genesis mit einer entsprechenden Variante des elektrischen Crossovers GV60 das erste „Magma“-Modell mit Fokus auf Höchstleistung auf den Markt. Weitere besonders potente Ausführungen anderer Baureihen sind geplant. Der zum südkoreanischen Hyundai-Konzern gehörende Hersteller will damit vor allem auch mehr Autokäufer in Europa ansprechen.
Die Einführung von Magma ist laut Kreativchef Luc Donckerwolke entscheidend für die Pläne, Genesis in den nächsten zehn Jahren zu einer „luxuriösen Hochleistungsmarke“ zu machen. Jedes Genesis-Modell, ob mit Benzin- oder Elektroantrieb, soll perspektivisch auch in einer Magma-Variante angeboten werden. Die sportlichen Eigenschaften der Marke sollen aber in alle Fahrzeuge des Unternehmens einfließen.
„In den letzten zehn Jahren haben wir erreicht, wofür andere Marken Jahrzehnte brauchen“, sagte Donckerwolke im Gespräch mit Autocar. „Wir haben in zehn Jahren das geschafft, wofür andere 100 Jahre brauchen. Wir hätten Magma nicht früher auf den Markt bringen können; wir mussten uns das erst verdienen.“
Genesis hat weltweit fast 1,5 Millionen Autos verkauft – eine Zahl, die laut Hyundai-Chef José Muñoz „schneller als jede andere Luxusmarke in der Geschichte“ erreicht wurde „Das ist bemerkenswert: Einige Leute sprechen über Tesla, andere über Lexus oder andere Unternehmen. Und wir haben uns gefragt: ‚Hey, wie lange haben die gebraucht, um eine Million Verkäufe zu erreichen?‘“ Die anderen Marken hätten länger gebraucht als Genesis.
Genesis erzielt derzeit laut Autocar einen weltweiten Jahresumsatz von rund 225.000 Einheiten. Das Ziel bis 2035 sei es, 350.000 Einheiten pro Jahr zu erreichen. Eine Herausforderung dabei sei, dass die Verteilung der Verkäufe äußerst ungleichmäßig ist: Mehr als zwei Drittel davon entfallen auf Korea, wo einheimische Hersteller nach wie vor massive Unterstützung genießen.
In den USA und Kanada läuft es recht gut, in Europa ist die Marke jedoch weniger etabliert. Hierzulande wurde Genesis erst 2021 und bisher nur in ausgewählten Ländern eingeführt. In Europa wollte Genesis eigentlich im letzten Jahr auf Elektroautos umstellen, wird nun aber noch länger auf mehrere Antriebsarten setzen.
„Sind in Europa gerade erst in der Entwicklungsphase“
„Ich würde Europa nicht als weniger erfolgreich betrachten. Wir haben gerade erst angefangen und ursprünglich geplant, ab 2025 eine vollständig elektrische Marke zu sein. Aber wir mussten uns anpassen und aufgrund der Euro-7-Vorschriften haben wir ein begrenztes Portfolio“, so Kreativchef Donckerwolke . „Wir werden jedoch neue Produkte nach Europa bringen und neue Märkte erschließen, sodass wir in Europa gerade erst in der Entwicklungsphase sind.“
Hyundai-Boss Muñoz strebt an, dass Genesis seinen Absatz in Europa in den nächsten fünf Jahren um 650 Prozent steigert. „Wir haben einen sehr kühnen Plan“, sagte er. Die Region werde eine „neue Strategie, neue Produkte, neue Technologien und einen neuen Vertrieb“ erhalten. Die Marke Magma werde ein wichtiger Aspekt dieses neuen europäischen Ansatzes sein.
„Wir sind eine junge Marke und müssen Kunden ansprechen“, so Donckerwolke. „Wenn man sich in einem Umfeld befindet, in dem die Menschen zwischen verschiedenen Marken wählen können, muss man alle Facetten der Marke abdecken. Man muss luxuriös sein, man muss sportlich sein, man muss cool sein.“
Man erweitere die Produktpalette von Genesis und habe daher beschlossen, keine Submarke zu schaffen, erklärte Muñoz. Jedes Modell der Reihe werde eine Magma-Version als Spitzenmodell haben. Magma stehe für „Leistung und luxuriöse Raffinesse“ – man bringe diese Parameter zusammen und füge damit eine weitere Ebene zur bestehenden „Spitzenklasse“ hinzu.
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