Der europäische Autokonzern Stellantis hat in den chinesischen Elektroautobauer Leapmotor investiert und bringt mit einem Gemeinschaftsunternehmen Stromer nach Europa. Darunter sind neuerdings auch sogenannte Range-Extender-Modelle mit Verbrennungsmotor als Stromgenerator für den E-Motor. Die Technologie könnten für Synergieeffekte zukünftig andere Stellantis-Marken einführen.
Nach dem Start als reiner E-Auto-Hersteller bietet Leapmotor nun die SUV-Baureihen B10 und C10 auch in Range-Extender-Ausführungen an. Der dazu zusätzlich verbaute kompakte Benzinmotor hat keine direkte Verbindung zu den Rädern. Seine Aufgabe ist es, bei Bedarf Strom für mehr Reichweite zu generieren und an den E-Antrieb zu liefern. So kann der B10 REEV ohne Tanken oder Laden bis zu 80 Kilometer nach WLTP-Norm zurücklegen, der C10 REEV bis zu 145 Kilometer.
Der internationale CEO von Leapmotor, Tianshu Xin, deutete laut Autocar an, dass die teilelektrische Technologie auch von Schwesterunternehmen genutzt werden könnte. Zu Stellantis gehören bekannte Automarken wie Opel, Citroën, Peugeot oder Fiat. Xin sagte, Leapmotor und Stellantis würden verschiedene Möglichkeiten prüfen, um Technologien aus ihren jeweiligen Produktpaletten, die derzeit unabhängig voneinander sind, gemeinsam zu nutzen.
„Range Extender ist eine gute Technologie, und ja, wir prüfen auch die Möglichkeiten, ihn in anderen Produktbereichen einzusetzen“, erklärte Xin. Er hatte zuvor die auch „REx“ genannte Technologie als einen entscheidenden Schritt auf Europas Weg zur Elektrifizierung beworben. Sie sei eine „gute Zwischenlösung”, da die Verbreitung von E-Fahrzeugen hinter früheren Prognosen zurückbleibe und die Ladeinfrastruktur noch weiter ausgebaut werden müsse.
Xin nannte keine konkreten Marken oder Modelle. Ein Technologieaustausch sei aber im Einklang mit dem Rahmen der Beziehung zwischen Leapmotor und Stellantis, das einen Anteil von 51 Prozent an den internationalen Aktivitäten des chinesischen Unternehmens hält. „Das war einer der Gründe, warum wir den Deal zwischen Stellantis und Leapmotor abgeschlossen haben: Synergien durch die Nutzung der Technologien des jeweils anderen zu erzielen“, erklärte der Manager.
Die gemeinsame Nutzung von Plattformen sei eine weitere Möglichkeit, die derzeit geprüft werde. Feststeht laut Autocar bereits, dass der B10 noch in diesem Jahr in Spanien neben dem Opel Corsa, dem Peugeot 208 und dem Lancia Ypsilon in Produktion gehen werde. Es bestehe auch Potenzial beim Einkauf von Komponenten, da Leapmotor ein stark vertikal integriertes Unternehmen sei.
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