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Fords Elektroauto-Sparte verliert erneut über eine Milliarde Dollar

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Ford hat im dritten Quartal 2026 trotz rückläufiger Umsätze einen höheren bereinigten operativen Gewinn erzielt. Der US-Autobauer erwirtschaftete zwischen Juli und September einen Umsatz von 49,5 Milliarden US-Dollar, zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um drei Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar, während der Nettogewinn von 2,4 auf 2,0 Milliarden Dollar zurückging. Die weltweiten Großhandelsauslieferungen sanken um neun Prozent auf rund 1,05 Millionen Fahrzeuge.

Besonders verlustreich bleibt das Geschäft mit Elektroautos. Die Sparte Ford Model e verzeichnete im dritten Quartal einen operativen Verlust von 1,06 Milliarden Dollar, nach 1,41 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sank der Umsatz um 31 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar, während die weltweiten Großhandelsauslieferungen von rund 50.000 auf 34.000 Elektrofahrzeuge zurückgingen. Trotz des um rund 25 Prozent reduzierten absoluten Verlusts verschlechterte sich die operative Marge von minus 79,1 auf minus 86,5 Prozent.

Der Rückgang im Elektroautogeschäft steht unter anderem im Zusammenhang mit der bereits Ende 2025 beschlossenen Einstellung der bisherigen Generation des elektrischen Pick-ups F-150 Lightning und der Anpassung der Produktion des batteriebetriebenen Mittelklasse-SUV Mustang Mach-E an die Nachfrage. Ford arbeitet daran, die Verluste seiner ersten E-Fahrzeug-Generation zu reduzieren, investiert gleichzeitig aber in günstigere Modelle auf Basis einer neuen Plattform. In den ersten neun Monaten 2026 summierte sich der operative Verlust von Model e auf 2,75 Milliarden Dollar, nach 3,59 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr erwartet Ford weiterhin ein Minus von rund 4 Milliarden Dollar.

Die übrigen Geschäftsbereiche entwickelten sich unterschiedlich. Ford Blue, zuständig insbesondere für Verbrenner und Hybridfahrzeuge, erzielte bei einem Umsatz von 27,1 Milliarden Dollar einen operativen Gewinn von 1,39 Milliarden Dollar, zehn Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Nutzfahrzeugsparte Ford Pro steigerte ihren Umsatz um zwei Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar, während das operative Ergebnis um 16 Prozent auf 1,67 Milliarden Dollar sank. Das Finanzierungsgeschäft Ford Credit erhöhte seinen Vorsteuergewinn dagegen um 27 Prozent auf 803 Millionen Dollar.

Zum Elektroauto-Angebot von Ford gehören hierzulande unter anderem auch noch der Puma Gen-E sowie die in Köln auf einem Volkswagen-Baukasten produzierten Modelle Explorer und Capri. Die veröffentlichten Geschäftszahlen beziehen sich auf die weltweiten Sparten und ermöglichen keine gesonderte Bewertung der Wirtschaftlichkeit des Kölner Produktionsstandorts.

Parallel zur Entwicklung neuer Elektrofahrzeuge baut Ford mit Ford Energy ein Geschäft für stationäre Batteriespeicher auf, das nach Unternehmensangaben bis Ende 2027 eine jährliche Produktionskapazität von 20 Gigawattstunden erreichen soll.

Automobile Magazine-Germany

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