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Experte: Gebrauchte E-Auto-Batterien werden zum Milliardenmarkt

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Laut Felix Wagner, CEO des Batteriedienstleisters Circunomics, entwickelt sich der Markt für gebrauchte Batterien aus der ersten Generation von Massenmarkt-Elektroautos derzeit von einer Nische zu einem wachsenden Geschäftsbereich. Innerhalb der nächsten fünf Jahre könnte dieser Bereich 10 bis 20 Prozent des gesamten E-Fahrzeug-Batteriemarktes ausmachen, sagte er im Gespräch mit Automotive News.

Dieser Prozess werde dadurch vorangetrieben, dass Besitzer von Modellen wie dem Renault Zoe oder Nissan Leaf ihre Fahrzeuge außer Betrieb gehen lassen oder die Batteriegarantien ablaufen. „Der Aftermarket für Elektrofahrzeug-Batterien kommt endlich in Schwung“, sagt Wagner. Der Experte erwartet, dass gebrauchte Batterien, die für stationäre Speicher nicht geeignet sind, ab etwa 2030 bis 2032 dem unabhängigen Aftermarket zufließen werden.

„Das Angebot an Batterien ist sehr heterogen: Eine Werkstatt zerlegt morgens einen Tesla, nachmittags einen Renault und am nächsten Tag vielleicht eine andere Marke“, so Wagner. „Und das schließt sie bereits für stationäre Energiespeicher aus, denn der Anbieter stationärer Energiespeicher benötigt 10, 50, 100 Megawattstunden pro Jahr vom gleichen Modultyp, idealerweise in gleicher Qualität, und das wird der unabhängige Aftermarket nicht liefern können.“

Die Verteilung der gebrauchten Batterien folgt Wagner zufolge verschiedenen Pfaden: Etwa 50 bis 60 Prozent der wiederverwendbaren Batterien könnten in stationäre Energiespeicher fließen, während rund 30 Prozent direkt dem Recycling zugeführt werden. Der Rest werde für die Nutzung in Fahrzeugen bestimmt. Batterien mit schlechtem Zustand würden zu Recyclern kommen.

Zudem würden viele Automobilhersteller neue Batteriepacks ungenutzt in Lagern liegen haben, da sie mehr Kapazitäten als benötigt erworben haben. „Batterien verlieren mit der Zeit an Leistung, unabhängig davon, ob sie genutzt werden oder nicht. Branchenweit sprechen wir daher von Kosten in Höhe von Hunderten von Millionen Euro“, so Wagner.

Aktuell übersteigt laut Wagner das Angebot die Nachfrage, was sich so schnell nicht ändern werde. Chinesische Hersteller bauten ihre Kapazitäten schneller aus als die Nachfrage wachse, was zu einem deutlichen jährlichen Rückgang der Preise pro Kilowattstunde führe.

Automobile Magazine-Germany

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