Europas Neuwagenmarkt verzeichnete im August 2026 insgesamt 828.402 Zulassungen und damit 5,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Besonders stark entwickelten sich laut den Marktbeobachtern von Jato Dynamics rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV): Die Elektroauto-Zulassungen stiegen um 52,2 Prozent auf 242.425 Einheiten. Der BEV-Marktanteil erhöhte sich von 20,2 Prozent im August 2025 auf 29,3 Prozent und erreichte das höchste August-Volumen der vorliegenden Daten.
Auch Plug-in-Hybride legten zu und kamen mit einem Plus von 13,8 Prozent auf 94.474 Zulassungen. Bei Vollhybriden wurden 104.919 Fahrzeuge registriert, 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr, während Mildhybride mit 174.116 Einheiten um 1,0 Prozent zulegten. Konventionelle Verbrenner verloren dagegen 23,4 Prozent und erreichten 200.428 Zulassungen beziehungsweise 24,2 Prozent Marktanteil.
In der europäischen Bestsellerliste der Modelle belegte VW drei der ersten vier Positionen. T-Roc, Golf und Tiguan kamen jeweils auf mehr als 11.000 Zulassungen, wobei der T-Roc mit mehr als 12.000 Einheiten an der Spitze lag. Der Dacia Sandero belegte Platz zwei. Das Tesla Model Y erreichte mit 10.096 Zulassungen Rang sechs und war damit das höchstplatzierte BEV-Modell.
Zu den stärksten BEV-Modellen gehörten neben dem Model Y auch Skoda Elroq (9280 Zulassungen), BMW iX1 (6731), BMW iX3 (6391) und VW ID.4 (6303), die jeweils mehr als 6000 Zulassungen erreichten. Renault 5, Kia EV2, Cupra Raval und VW ID. Polo werden als neuere Modelle genannt, die zur weiteren Marktexpansion beitrugen.
Mit Blick auf die Hersteller blieb VW im August mit 82.576 Zulassungen die größte Marke, obwohl das Volumen im Jahresvergleich um 4,2 Prozent sank. Toyota belegte mit 56.192 Zulassungen und einem Plus von 2,8 Prozent den zweiten Platz, Skoda kam mit einem Zuwachs von 5,4 Prozent auf 54.029 Einheiten. BMW erreichte 52.479 Zulassungen und legte um 2,0 Prozent zu, Mercedes-Benz kam auf 48.226 Einheiten und ein Plus von 5,8 Prozent. Kia erhöhte seine Zulassungen um 16,9 Prozent auf 36.765 Fahrzeuge und war damit die am stärksten wachsende Marke unter den zehn meistregistrierten Marken Europas.
Audi verzeichnete einen Rückgang von 11,2 Prozent, Dacia verlor 13,1 Prozent, während Peugeot mit 33.733 Zulassungen weitgehend stabil blieb. Chinesisch kontrollierte Hersteller erreichten zusammen 37.809 Zulassungen und damit 76 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Als Marken mit starken Ergebnissen werden BYD, XPeng, MG, Zeekr, Jaecoo und Omoda genannt.
Deutschland blieb mit 268.000 Zulassungen Europas größter Markt. Großbritannien und Polen gehörten mit jeweils 12 Prozent Wachstum zu den stärksten Märkten, während die Zulassungen in Belgien und den Niederlanden zurückgingen. In Nord- und Westeuropa war die BEV-Verbreitung höher, während Hybride in Süd- und Osteuropa eine größere Rolle spielten. Elektrifizierte Fahrzeuge waren in der Mehrheit der größten europäischen Märkte die wichtigste Wachstumsquelle.
„Der August war ein weiterer Meilenstein für den Umstieg auf Elektrofahrzeuge in Europa“, sagt Steffen Michulski von Jato Dynamics. „BEVs legten nicht nur zu, sondern bauten ihren Vorsprung gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor weiter aus und erreichten fast ein Drittel des Marktanteils. Besonders auffällig ist, dass diese Dynamik nicht mehr nur von einer Handvoll Vorreitern ausgeht. Von etablierten europäischen Marken bis hin zu ambitionierten Newcomern – der Wettlauf ist nun voll und ganz elektrisch, und er gewinnt an Fahrt.“
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