BYD will sein Auslandsgeschäft weiter ausbauen und strebt für dieses Jahr einen Absatz von 1,3 Millionen Fahrzeugen außerhalb Chinas an. Das entspräche einem Wachstum von rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um die Ziele für 2030 zu erreichen, muss das Übersee-Wachstum allerdings weiter an Dynamik gewinnen.
2025 hatte der im letzten Jahr weltweit erfolgreichste Elektroauto-Anbieter rund 1,04 Millionen Vollstromer und Plug-in-Hybridfahrzeuge exportiert. Das geplante Plus für dieses Jahr fällt damit deutlich moderater aus als im Vorjahr, als der Auslandsabsatz gegenüber 2024 um mehr als 150 Prozent zulegte. BYD agiert damit vorsichtiger als zuvor.
Die neue Zielmarke wurde von Li Yunfei, General Manager für Marken und Öffentlichkeitsarbeit bei BYD, bei einer Veranstaltung in Shanghai genannt. Sie liegt unter früheren Erwartungen: Ein Analystenbericht der US-Bank Citigroup hatte im November noch 1,5 bis 1,6 Millionen Auslandsverkäufe prognostiziert und sich dabei auf Angaben des Managements bezogen.
BYD ist zuletzt in zahlreiche neue Märkte vorgedrungen und war Ende 2025 Berichten zufolge in 110 Ländern aktiv. Wie viele weitere Länder im laufenden Jahr hinzukommen sollen, ist offen. In Schlüsselmärkten wie Deutschland plant das chinesische Unternehmen den Ausbau des Händlernetzes, um den Absatz langfristig zu steigern.
Insgesamt verkaufte BYD 2025 weltweit 4,6 Millionen New Energy Vehicles (NEVs), davon 4,55 Millionen Pkw. Davon waren 2,26 Millionen reine Batterie-Elektroautos, der Rest Plug-in-Hybride. 22,9 Prozent aller BYD-Pkw wurden außerhalb Chinas abgesetzt, nach rund zehn Prozent im Jahr 2024. Bis 2030 will das Unternehmen mehr als die Hälfte seines Absatzes außerhalb der Volksrepublik erzielen, während der Gesamtabsatz weiter wachsen soll. Europa, Nordamerika und die ASEAN-Märkte steuerten 2025 jeweils etwa ein Drittel des Auslandsabsatzes bei.
Zum Auslandsgeschäft zählen neben Exporten auch Produktionsstätten außerhalb Chinas, unter anderem in Thailand, Usbekistan und Brasilien sowie künftig auch in Europa. Die meisten Modelle werden dort für lokale Märkte auf Basis chinesischer Vorlagen gefertigt. Eine Ausnahme bildet der Pick-up Shark, der ausschließlich außerhalb Chinas angeboten wird.
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