Honda hat seine Gewinnerwartung für das bis zum 31. März 2026 laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten korrigiert. Statt eines operativen Gewinns von 550 Milliarden Yen (etwa 3 Mrd. Euro) rechnet der japanische Autohersteller nun mit einem Verlust zwischen 270 und 570 Milliarden Yen (1,47 bis 3,1 Mrd. Euro). Der Konzern begründet die Revision unter anderem mit hohen Abschreibungen im US-Elektroauto-Geschäft.
Auch für die nähere Zukunft erwartet Honda erhebliche Belastungen. Zusammen mit dem kommenden Geschäftsjahr geht das Unternehmen von Verlusten in Höhe von insgesamt 2,5 Billionen Yen (13,6 Mrd. Euro) aus. Der Markt für Elektroautos habe sich nicht wie erwartet entwickelt. Neben einer schwachen Nachfrage in den USA habe auch die starke Konkurrenz aus China dazu beigetragen.
Honda war ursprünglich davon ausgegangen, dass strengere CO₂-Vorgaben in den Vereinigten Staaten die Nachfrage nach Elektroautos antreiben würden. Diese Prognose erfüllte sich jedoch nicht. Hintergrund sind politische Veränderungen unter der zweiten Regierung von Donald Trump, die Umweltauflagen lockerte und Zölle in den USA einführte.
Als Konsequenz stoppt der japanische Hersteller die Entwicklung von drei für den US-Markt geplanten Elektroautos: Honda 0 SUV, Honda 0 Saloon sowie Acura RSX. Die beiden Honda-Modelle waren 2025 in Form von Studien angekündigt worden.
Zur Situation auf dem chinesischen Markt hieß es von Honda, dort würden Käufer stärker auf Software als auf die Hardware achten. Neue Hersteller hätten diese Entwicklung genutzt, während Honda nach eigener Einschätzung nicht geschafft hat, auf diese Entwicklung zu reagieren.
In den USA will der Konzern nun verstärkt auf Hybridfahrzeuge setzen. Welche Auswirkungen die neuen finanziellen Erwartungen auf das Europageschäft haben könnten, ließ Honda offen. In Deutschland bietet das Unternehmen derzeit unter anderem das Elektroauto e:Ny1 sowie mehrere Hybridmodelle an.
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