Die Antriebskosten von Elektroautos waren im vergangenen Jahr deutlich niedriger als die von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Wer ein E-Auto der Mittel- oder Oberklasse zu Hause auflud, hatte im Vergleich zu einem Benziner rund 56 Prozent niedrigere Antriebskosten. Im Vergleich zu Dieselfahrzeugen lagen die Kosten rund 30 Prozent niedriger. Das hat eine aktuelle Auswertung des Vergleichsportals Verivox ergeben.
2025 lag der durchschnittliche Stromverbrauch von Elektroautos der Mittel- und Oberklasse demnach bei 16,86 Kilowattstunden (kWh) pro 100 Kilometer. Bei einem durchschnittlichen Haushalts-Strompreis von 34,76 Cent/kWh entstanden dadurch Kosten von 5,86 Euro pro 100 Kilometer. Hochgerechnet auf eine jährliche Fahrleistung von 12.000 Kilometern ergaben sich somit Ladekosten von 703 Euro.
Benziner der gleichen Fahrzeugklasse verbrauchten im Durchschnitt 7,9 Liter pro 100 Kilometer. Bei einem durchschnittlichen Benzinpreis von 1,688 Euro pro Liter beliefen sich die Kosten für 100 Kilometer auf 13,34 Euro und für 12.000 Kilometer auf rund 1.600 Euro – mehr als doppelt so viel wie die Ladekosten für ein Elektroauto.
(Zum Vergrößern anklicken) Bild: Verivox
Diesel-Pkw verbrauchten durchschnittlich 5,2 Liter. Mit einem Dieselpreis von 1,611 Euro pro Liter entstanden Kosten von 8,38 Euro pro 100 Kilometer, beziehungsweise 1005 Euro für 12.000 Kilometer.
Preisvorteil von E-Autos abhängig von der Ladesituation
Wer das Elektroauto nicht zu Hause, sondern an einer öffentlichen Ladesäule auftankte, musste jedoch deutlich mehr bezahlen: Hier lag der durchschnittliche Kilowattstundenpreis bei 52 Cent/kWh bei Normalladung (Wechselstrom/AC) beziehungsweise 60 Cent/kWh bei Schnellladung (Gleichstrom/DC). Die Kosten für 100 Kilometer lagen bei 8,77 Euro beziehungsweise 10,12 Euro, das entspricht 1052 Euro beziehungsweise 1214 Euro für 12.000 Kilometer Jahresfahrleistung.
Entsprechend schmolz der Preisvorteil von Strom an öffentlichen Ladesäulen mit herkömmlicher Aufladung gegenüber Benzin auf 34 Prozent. Diesel war sogar 5 Prozent günstiger als Strom. Bei der teureren Schnellladung an öffentlichen Ladesäulen lag der Preisvorteil gegenüber Benzin nur noch bei 24 Prozent. Verglichen mit Diesel wäre das Betanken des Stromers dann sogar 21 Prozent teurer.
„Wer an einer Wallbox zu Hause aufladen kann und einen durchschnittlichen Strompreis bezahlt, hat mit dem E-Auto deutlich niedrigere Antriebskosten als mit einem Verbrenner“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. „Wer hingegen regelmäßig auf öffentliche Ladesäulen angewiesen ist, profitiert finanziell deutlich weniger.“
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