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Mercedes-CEO Källenius warnt vor Kostensteigerungen durch EU-Protektionismus

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Mercedes-Benz-CEO Ola Kallenius warnt vor den Folgen von EU-Schutzmaßnahmen für die Automobilindustrie. Bei einem Gespräch im Rahmen des Berlin Global Dialogue warnte er kürzlich laut Automotive News, dass das Bestreben der Europäischen Union, die heimische Branche zu schützen, die Kosten erhöhen und globale Lieferketten verzerren könnte.

Moderne Fahrzeuge bestehen aus tausenden Komponenten, die weltweit bezogen werden, um die Effizienz zu steigern. Kallenius betonte, dass zusätzliche Beschränkungen zwar die Resilienz stärken könnten, die Produktion jedoch teurer machten.

Europa solle kein isolierter Akteur werden, der den Handel mit wichtigen Partnern wie den USA, China, Japan, Südkorea und Indien einstellt, so der Mercedes-Boss. Die EU arbeitet derzeit an Regulierungen zur Förderung der Produktion in Europa, um Wettbewerbsbedingungen gegenüber chinesischen Importen auszugleichen. Dies könnte jedoch Handelspartner wie Japan und Südkorea benachteiligen.

Die Automobilhersteller in Europa erhalten zunehmend politische Unterstützung. So wurde laut Berichten zwischen der EU und China eine grundsätzliche Einigung erzielt, um die Einfuhr von Hybridautos aus China zu begrenzen. Die Hersteller der Volksrepublik drängen ins Ausland und haben dabei in Europa zuletzt verstärkt auf Teilzeitstromer gesetzt – vor allem auch als Reaktion auf die seit Ende 2024 geltenden Strafzölle der EU auf in China gebaute E-Autos.

Kaellenius forderte zudem mehr Handelsabkommen und sprach sich für den Abschluss des Abkommens mit Südamerika sowie für die Fortführung der Verhandlungen mit Indien aus. Er mahnte jedoch, dass Europa angesichts der Rückkehr des Protektionismus nicht naiv sein dürfe. Der Mercedes-CEO ist aktuell auch der Vorsitzende des europäischen Automobilverbands ACEA.

Automobile Magazine-Germany

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