Die EU und China nähern sich offenbar in ihrem Handelskonflikt über Autoimporte einer Einigung. Für Hybridfahrzeuge aus der Volksrepublik wurde kürzlich für den Zeitraum ab 2027 eine jährliche Importobergrenze von maximal 350.000 Fahrzeugen ausgehandelt. Parallel dazu laufen laut der Automobilwoche Verhandlungen über die Abschaffung der Sonderzölle auf rein elektrische Fahrzeuge.
Seit Ende 2024 erhebt die EU Sonderzölle auf Elektroautos aus China in einer Spanne von 7,8 bis 35,3 Prozent zusätzlich zum regulären Einfuhrzoll von zehn Prozent. Besonders hohe Aufschläge treffen Unternehmen, die bei Antisubventionsuntersuchungen der EU-Kommission nicht kooperierten oder Fragen nur unzureichend beantworteten.
An die Stelle dieser Zölle sollen künftig Mindestpreise für Elektroautos treten, schreibt die Automobilwoche. Eine grundsätzliche Einigung zu den Elektroauto-Zöllen könnte bis März 2027 erreicht werden. Peking zeigt sich dem Bericht zufolge bereit für eine Vereinbarung zu Preiszusagen der Hersteller. Die EU-Kommission prüfe dabei, ob diese Mindestpreise ausreichen, um staatliche Subventionen auszugleichen. In die Prüfung sollen Fahrzeugmodelle, Varianten und Vertriebswege einfließen.
Ein Leitfaden für solche Preiszusagen wurde bereits im Januar dieses Jahres veröffentlicht. Bisher erhielt lediglich der Volkswagen-Konzern eine Genehmigung für den in China produzierten Cupra Tavascan, während andere Importeure weiterhin Sonderzölle zahlen müssen.
Bei Gesprächen im Oktober in Peking vereinbarten EU-Handelskommissar Maroš Šefčlag und Chinas Handelsminister Wang Wentao der Automobilwoche zufolge die Fortsetzung der Verfahren für Mindestpreise. Beide Seiten kündigten an, Preisverpflichtungen weiter zu prüfen.
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