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BMW startet Serienproduktion von Gen6-Batterien in Irlbach-Straßkirchen

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Die BMW Group hat ihr neues Werk Irlbach-Straßkirchen im Landkreis Straubing-Bogen offiziell eröffnet und die Serienproduktion aufgenommen. Zweieinhalb Jahre nach Baubeginn liefert der Standort Hochvoltbatterien der sechsten Generation an das Konzernwerk München, wo sie in den vollelektrischen BMW i3 eingebaut werden. Aufgrund der hohen Nachfrage nach den E-Modellen der „Neuen Klasse“ läuft die Produktion schneller als ursprünglich geplant hoch und startet direkt im Zweischichtbetrieb.

Rund eine Milliarde Euro investiert die BMW Group in das Werk auf einem 60 Hektar großen Areal. Zwischen dem Baubeginn im April 2024 und der Fertigung von Vorserienbatterien ab März 2026 lagen weniger als zwei Jahre. Produktionsvorstand Raymond Wittmann bezeichnet den Standort als zentrale Drehscheibe für die Versorgung der deutschen Fahrzeugwerke mit Hochvoltbatterien der sechsten Generation.

Für die Gen6-Hochvoltbatterien setzt die BMW Group auf zylindrische Rundzellen, die nach dem „Cell-to-Pack“-Prinzip direkt in die Batterie integriert werden. Die Batterie selbst ist nach dem „Pack-to-open-Body“-Konzept Bestandteil der Karosseriestruktur. BMW erklärt: „Sämtliche Produktionsschritte werden lückenlos inline überwacht und umfassend in Echtzeit dokumentiert. Eigens entwickelte KI-Assistenten und -Agenten analysieren diese Daten und sorgen zusammen mit Robotern auf der 50.000 Quadratmeter großen Produktionsfläche für eine Null-Fehler-Batterieproduktion.“

Auf der 50.000 Quadratmeter großen Produktionsfläche kommen 500 Roboter zum Einsatz. Im Vollbetrieb sollen rund 1600 Mitarbeitende auf zwei Produktionslinien mehrere hundert Hochvoltbatterien pro Tag fertigen. Während der Produktion werden den Angaben zufolge mehr als 3500 Datenpunkte pro Batterie erhoben und in Echtzeit überwacht. Nach zusätzlichen Messungen beim Wareneingang werden die Batteriezellen zu Zellclustern mit Kühlern verbunden, per Laser gereinigt und verschweißt sowie durch einen Foaming-Prozess zu einer mechanischen Einheit verbunden. Anschließend wird das Gehäuse geschlossen, abgedichtet und vernietet, der Energy Master als zentrale Steuereinheit montiert und jede Hochvoltbatterie einer vollständigen Prüfung unterzogen.

Die Gen6-Hochvoltbatterien werden in fünf neuen Produktionsstätten in Irlbach-Straßkirchen, Debrecen, Shenyang, Woodruff und San Luis Potosí montiert. Das Werk Irlbach-Straßkirchen kommt laut BMW ohne fossile Energieträger aus, erzeugt einen Teil des Stroms mit einer Photovoltaikanlage und deckt den weiteren Bedarf vollständig aus erneuerbaren Quellen. Für die Batteriemontage wird prozessbedingt kein Wasser benötigt. Gegenüber der Gen5-Zelle des Vorgängermodells sinkt der CO₂e-Ausstoß pro Wattstunde dadurch um rund 33 Prozent, hießt es.

In den montierten Gen6-Batteriezellen des BMW i3 werden anteilig Sekundärmaterialien für Kobalt, Lithium und Nickel eingesetzt. Bei der Herstellung der Anoden- und Kathodenmaterialien sowie bei der Zellfertigung kommen erneuerbare Energien zum Einsatz. Irlbach-Straßkirchen gehört zum bayerischen Batterienetzwerk der BMW Group, das Forschung und Entwicklung, Produktion sowie Recycling umfasst.

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