Der Spitzenkandidat der Grünen für das Amt des Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg, Cem Özdemir, hält das Aus des Verbrenners weiterhin für richtig. „Unser Ziel ist eine umweltfreundliche Mobilität ohne CO2-Ausstoß. Und der globale Markt, insbesondere China, gibt da eindeutige Signale, wohin die Reise geht, nämlich in Richtung Elektromobilität“, sagte Özdemir im Interview mit Auto Motor und Sport.
Zwar unterstützt der Grünen-Politiker ein flexibles Ausstiegsdatum, dennoch habe der Verbrenner keine Zukunft. Wichtig sei jetzt, dass die Politik „verlässliche Rahmenbedingungen schafft und keine Scheindebatten führt, als würde die Rückkehr zum Verbrenner die Probleme unserer Automobilindustrie lösen. Das Ringen um die richtige Antriebstechnologie darf uns nicht den Blick auf das große Ganze verstellen“.
Klar ist laut Özdemir: „Das Auto der Zukunft fährt elektrisch, denkt digital, kommuniziert vernetzt, steuert autonom. Wer das ignoriert, riskiert Arbeitsplätze und den Standort.“
Skeptisch ist Özdemir, ob die neue Elektroauto-Kaufprämie des Bundes erfolgreich sein wird und vor allem deutschen Herstellern zugutekommt. „Im ungünstigsten Fall wird mit deutschem Steuergeld der Kauf chinesischer E-Autos subventioniert, weil die Bundesregierung die Prämie ja nicht mal auf deutsche Hersteller begrenzt.“
Entscheidend für die Elektromobilität sei die Ladeinfrastruktur. Die Menschen dürften nicht den Eindruck haben, mit dem E-Auto seien sie weniger mobil als mit einem Verbrenner, so Özdemir. „Darum: Entscheidend sind Investitionen in die Ladeinfrastruktur, vor allem auch in Schnellladepunkte.“ Auch die Stromkosten seien zentral. „Außerdem müssen wir das Laden günstiger machen. Die Stromsteuer muss deswegen für alle gesenkt werden. Dazu braucht es auch mehr Preistransparenz an den Ladesäulen. Unverhältnismäßige Stand- und Blockiergebühren müssen abgeschafft werden.“
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