ChargePoint hat Daten aus über 100 Millionen E-Fahrzeug-Ladevorgängen veröffentlicht, die das Unternehmen im vergangenen Jahr über seine Plattform ermöglichte. Kombiniert mit den kürzlich veröffentlichten globalen Verkaufszahlen für Stromer im Jahr 2025 deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Ladeinfrastruktur nicht mit der steigenden Nachfrage der Fahrer Schritt hält.
„ChargePoint ist überzeugt, dass wir die nächste Phase der EV-Nutzung erreicht haben. Fast 60 Prozent der 31,1 Milliarden elektrischen Kilometer, die wir in nahezu 18 Jahren ermöglicht haben, entfielen auf die vergangenen zwei Jahre“, sagt Rick Wilmer, Chief Executive Officer von ChargePoint. „Neue EV-Verkäufe sind nicht länger der wichtigste Indikator für die Nachfrage nach Ladegeräten, entscheidend ist die Gesamtzahl der Elektrofahrzeuge auf der Straße. Wer 2026 Ladestationen installiert, sollte aufgrund des höheren Bedarfs einen schnelleren ROI sehen.“
Die Daten von ChargePoint zeigen ein deutliches Wachstum, sowohl beim Ausbau der Ladepunkte über die Plattform des Unternehmens als auch bei deren Nutzung. Gleichzeitig wird sichtbar, dass die Anzahl der Elektrofahrzeuge schneller wächst als die Infrastruktur, die benötigt wird, um sie zu laden.
Die Verkäufe von E-Autos sind im Jahr 2025 global um 20 Prozent gestiegen, wobei Europa eine Zunahme um 33 Prozent verzeichnete und die USA das zweitbeste Jahr seit der Erfassung von E-Verkäufen erreichte. Der Anstieg macht sich auch bei ChargePoint bemerkbar: Jeden Monat nutzen Unternehmensangaben nach mehr als eine Million Fahrer eine Ladestation, die über die ChargePoint-Plattform betrieben wird.
Neben vollelektrischen Fahrzeugen tragen auch Plug-in-Hybride (PHEVs) erheblich zum Ladegeschehen bei: Sie waren im Jahr 2025 für rund 16 Prozent aller kommerziellen AC-Ladevorgänge verantwortlich.
Volumen der Ladevorgänge stieg 2025 um 34 Prozent
Unabhängig davon, ob die Nachfrage nach Ladevorgängen per Volumen oder Auslastung bewertet wird, zeigen die Daten laut ChargePoint, dass der Anstieg höher ist als das Wachstum neuer Installation von Ladestationen. 2025 stieg das Volumen der Ladevorgänge um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Wachstum an neuen Ladepunkten lag bei 16 Prozent.
„Selbst mit 190.000 zusätzlichen Ladepunkten, die Fahrern über die ChargePoint App zur Verfügung standen, übertraf die Auslastung der Ladestationen das Wachstum der neuen Ports immer noch um fast 20 Prozent“, erklärte das Unternehmen. „Diese Engpässe könnten sich im weiteren Verlauf des Jahres 2026 weiter verschärfen, sofern die Installationsrate neuer Ladegeräte nicht steigt.“
Das erhöhte Tempo der Elektrifizierung bringe erhebliche ökologische Vorteile mit sich, unterstreicht ChargePoint. Das Unternehmen schätzt, dass seit Bestehen im Jahr 2007 mehr als 2.700 Millionen Liter Benzin durch E-Fahrer eingespart wurden, die ChargePoint-Ladepunkte nutzen. Dadurch konnten die Nutzer mehr als 1,6 Milliarden Euro an Benzinkosten sowie über 4,5 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen einsparen.
Aktuell bietet ChargePoint eigenen Angaben zufolge Zugang zu mehr als 900.000 Roaming-Ports sowie zu rund 375.000 öffentlichen und privaten Ladepunkten, die ChargePoint über seine Plattform verwaltet.
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